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Im Gegensatz zum letzten Hitzesommer kam es dieses Jahr nicht zu einem Fischsterben.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 14.08.2019.
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Edelfische im Rhein überlebten Äschen trotzten den Hitzewellen

Trotz zwei Hitzewellen im Juni und Juli gab es diesen Sommer kein Fischsterben in der Region. Die Äsche-Population im Rhein hat keinen weiteren Schaden genommen. Diese Bilanz zieht der Fischereiaufseher des Kantons Schaffhausen, Patrick Wasem.

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«Es kühlte genau im richtigen Moment ab»: Interview mit Patrick Wasem, dem Fischereiaufseher des Kantons Schaffhausen.
04:54 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 14.08.2019.
abspielen. Laufzeit 04:54 Minuten.

Das Wasser im Rhein erwärmte sich zwar innerhalb kürzester Zeit auf fast 25 Grad und erreichte so kritische Temperaturen. Kritisch für die Äschen, denn sie überleben nur im kalten, sauerstoffreichen Wasser. Glücklicherweise sorgten Gewitter jedoch rechtzeitig wieder für Abkühlung. Zudem konnten in diesem Jahr die Äschen in genügend kältere Rheinzuflüsse ausweichen.

Fangverbot ist weiterhin sinnvoll

Anders war die Situation im vergangenen Hitzesommer: Nur rund 10 Prozent der Äschen überlebten 2018 die hohen Temperaturen im Rhein. Deshalb führte der Kanton Schaffhausen ein Fangverbot für Äschen ein, wie die Nachbarkantone Thurgau und Zürich.

Tote Fische werden in einer Entsorgungstonne gesammelt.
Legende: In Neuhausen starben im Sommer 2018 zahlreiche Fische in dem erwärmten Rhein. Keystone

Damit sich die Äsche-Population wieder regenerieren kann, wurde das Fangverbot bis ins kommende Jahr verlängert. «Der Bestand muss sich erholen, so dass wir mehrere Jahrgänge der Äschen im Wasser haben», begründet Patrick Wasem diese Massnahme. «Es braucht genügend Elterntiere im Gewässer, die ablaichen und sich vermehren, bevor sie gefangen werden.»

Gerettete Äschen können sich fortpflanzen

Das Fangverbot hat sich aber bereits ausgezahlt: Jene ausgewachsenen Äschen, die im letzten Jahr gerettet wurden, sind noch immer im Wasser vorhanden. Wie sich der Bestand aber effektiv erholt, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar. Im Mai entscheiden die Behörden in den Kantonen Zürich, Schaffhausen und Thurgau, ob das Fangverbot wieder aufgehoben wird.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Rechi)
    Diesen Sommer war es ja gar nicht heiss. Die paar Tage mit etwas erhöhter Temperatur ist ja lächerlich. Lächerlich ist auch, dass nun alles und jedes mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht wird.
    1. Antwort von Werner Christmann  (chrischi1)
      völlig richtig.
  • Kommentar von Werner Christmann  (chrischi1)
    Halt nochmals: 2013 verendeten die Aeschen bei 23 Grad Wassertemperatur. Dies ist in diesem Sommer nicht geschehen. Da brauchen wir am Rhein Ansässige keine wissenschaftlichen Studien, sondern einzig die Beobachtung unseres unvergleichlichen Gewässers und ihrer Lebewesen.
  • Kommentar von Werner Christmann  (chrischi1)
    Was da verschwiegen wurde ist, dass sich die Aeschen seit dem Massensterben 2013 dem sogenannten Klimawandel innert kürzester Zeit angepasst haben und heuer nicht mehr bei 25 Grad Wassertemperatur bäuchlings den Rhein heruntertrieben.
    1. Antwort von Philipp Moreno  (HOC)
      Können Sie das auch mit wissenschaftlich anerkannten Zahlen und Daten belegen, welches sind Ihre Quellen?
      Übrigens der Klimawandel findet selbst für Klimaskeptiker statt jeden Tag.
    2. Antwort von Werner Christmann  (chrischi1)
      Sie dürfen gerne den Fischereiaufseher des Kantons Schaffhausen fragen. Der ist übrigens Praktiker und kein Wissenschaftler. Dies sollte aber schon genügen, oder? Dass der Klimawandel stattfindet wissen sogar unsere Fische, die sich eben statt zu jammern darauf eingestellt haben.
    3. Antwort von Philipp Moreno  (HOC)
      Herr Christmann, an dieser Stelle möchte ich gerne Sie selber zitieren, "dem sogenannten Klimawande", also was jetzt?
    4. Antwort von Werner Christmann  (chrischi1)
      Herr Moreno, ich habe das so geschrieben, weil bei uns beinahe schon jedes Ereignis zur Klimakatastrophe hochstylisiert wird. Es gilt dann: heisser Juli (beileibe nichts Aussergewöhnliches) = Klimawandel, kühler August = meteorologisch bedingt. Übrigens: am 8.8.1975 war es 40 Grad heiss.