Eglisau saniert Altlasten «Das Tanklager ist in einem desolaten Zustand»

Es ist eine Gefahr für die Umwelt und für Kinder. Das alte Tanklager in Eglisau wird deshalb abgebrochen.

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Bildlegende: In Eglisau träumte man einst von der Hochrheinschifffahrt. Aus den Plänen wurde aber nie etwas. Keystone

Seit den 1950er Jahren lagern am Rheinufer bei Eglisau rund 200 Treib- und Brennstofftanks. Damals ging man davon aus, dass der Hochrhein bald als Wasserstrasse für den Lastverkehr ausgebaut werden würde.

Die Idee für das unterirdische Tanklager hatte Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler. «Duttweiler dachte damals, dass die grossen Schiffe dann für den Mineralöl-Umschlag in Eglisau halten würden», erklärt Franz Adam von der Zürcher Baudirektion.

Gefahr für Umwelt und Kinder

Die Pläne wurden aber nie umgesetzt und das Tanklager wurde auch kein Erfolg. Seit den 1970er Jahren wird es nicht mehr gebraucht. Das Tanklager sei in einem desolaten Zustand, so Adam. Es gefährde die Umwelt und die Gefahr bestehe, dass zum Beispiel ein Kind in einen der Schächte falle.

«  Es ist gefährlich. Ein Kind könnte in einen der Schächte fallen.  »

Franz Adam
Leiter Abteilung Abfallwirtschaft und Betriebe

Der Kanton, die Gemeinde Eglisau und die Migrol AG haben sich nun entschieden, das Tanklager abzubrechen. Dies sei am sinnvollsten, ist Adam überzeugt: «Wir haben festgestellt, dass ein Rückbau des Lagers gar nicht wesentlich teurer ist, als eine Sicherung.»

Nächstes Jahr beginnt der Rückbau. Kostenpunkt: Fünf Millionen Franken. Die Migrol AG trägt 90 Prozent der Kosten, den Rest übernimmt der Kanton Zürich.