Ein Bett für Wanderarbeiter in der kalten Jahreszeit

Die Zürcher Stadtmission will für den Winter wieder eine Notschlafstelle für Wanderarbeiter einrichten. Die Zahl der Betten soll zwischen 25 und 30 liegen, gleichviel wie im vergangenen Winter.

Geschäftsführerin Regula Rother schöpft eine Tasse Suppe im Café Yucca der Zürcher Stadtmission. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nebst einem warmen Essen sollen Wanderarbeiter auch ein Bett erhalten von der Zürcher Stadtmission. Keystone

Sie kommen aus Rumänien, Portugal, Spanien oder Italien: Frauen und Männer auf der Suche nach Arbeit in der Schweiz. Eine der ersten Anlaufstellen ist das Café Yucca im Niederdorf von der Zürcher Stadtmission. Dort suchen sie Rat und Unterstützung. «Unsere Möglichkeiten sind beschränkt», sagt die Leiterin der Zürcher Stadtmission Regula Rother gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Die Wanderarbeiter bekommen etwas zu essen und zu trinken, und sie können sich in den Räumlichkeiten aufhalten. Aber einen Job beschaffen, das kann die Stadtmission nicht, und sie kann auch keine Unterkunft anbieten.

Eine Notschlafstelle nur im Winter

Bereits im vergangenen Winter hatte die Zürcher Stadtmission eine Notschlafstelle für Wanderarbeiter eingerichtet. Das Sozialdepartement von der Stadt Zürich sah dies nicht gern. Die Stadt befürchtete, dass eine Notschlafstelle eine Sogwirkung haben könnte.

Diesen Einwand lässt Regula Rother nicht gelten. Die Menschen kämen mit der Hoffnung auf Arbeit, und weil es der Schweiz wirtschaftlich gut gehe. Die Stadtmission will deshalb auch diesen Winter wieder eine Notschlafstelle mit 25 bis 30 Betten anbieten. Zurzeit sucht sie nach geeigneten Räumlichkeiten.