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Natascha Wey: «Faulenzen gehört auch zum Feminismus»
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 12.06.2020.
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Ein Jahr nach dem Frauenstreik «Faulenzen gehört auch zum Feminismus»

Die SP-Politikerin und VPOD-Sekretärin Natascha Wey hat den Frauenstreik 2019 mitorganisiert. Sie ist ein Jahr später überzeugt: Es bewegt sich was.

Allein in der Stadt Zürich gingen am 14. Juni 2019 mehrere zehntausend Menschen, meist weiblich, am Frauenstreiktag auf die Strasse und demonstrierten für mehr Lohn, mehr Rechte und mehr Respekt. Natascha Wey hat den Frauenstreik mitorganisiert. Im Interview ein Jahr danach blickt sie zurück und hofft, dass die Erfahrungen der vergangenen Monate während der Corona-Krise den Frauenanliegen zusätzlichen Schub verleihen.

Natascha Wey

Natascha Wey

SP-Gemeinderätin der Stadt Zürich und Mitorganisatorin Frauenstreik 2019

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Die 38-jährige Natascha Wey ist im Kanton Aargau als Tochter einer alleinerziehenden Mutter aufgewachsen. Sie absolvierte an der Universität Zürich ein Studium der Geschichte und der neuen deutschen Literatur.
Seit 2016 ist Natascha Wey Co-Präsidentin der SP Frauen Schweiz, ausserdem politisiert sie seit einem Jahr im Zürcher Stadtparlament. Beruflich arbeitet Wey als Zentralsekretärin der Gewerkschaft VPOD.

SRF News: Mit welchem Gefühl schauen Sie auf den Frauenstreik vor einem Jahr zurück?

Natascha Wey: Immer noch mit sehr viel Euphorie und vielen Emotionen. Es war sehr bewegend, so viele Frauen auf den Strassen zu sehen. Frauen aus allen möglichen Berufszweigen und allen Altersschichten. Ich bin noch immer sehr gerührt, wenn ich daran zurückdenke.

Ist daraus aber auch wirklich eine breite Frauenbewegung entstanden? Würden bei einem erneuten Frauenstreiktag dieses Wochenende wieder gegen eine halbe Millionen Menschen für Frauenanliegen auf die Strasse gehen?

Das kann ich nicht beurteilen, es ist eine hypothetische Frage. Meiner Meinung nach gibt es eine sehr breite Bewegung in dem Sinne, dass heute viel mehr Frauen politisiert sind als vielleicht noch vor 5 bis 10 Jahren. Ein direkter Vergleich lässt sich aber nicht machen. Heute sind die Probleme viel vielfältiger. Aber wenn nur schon diejenigen Frauen, die letztes Jahr am Frauenstreik dabei waren, in ihrem Umfeld und an ihrem Arbeitsplatz weiterhin für ihre Forderungen und Anliegen kämpfen, kommen wir bereits weiter, davon bin ich überzeugt.

Der 14. Juni fällt dieses Jahr auf einen Sonntag und in eine Zeit, wo Abstands- und Hygieneregeln gelten und sich nicht mehr als 300 Personen versammeln dürfen. Was sind Ihre Pläne für kommenden Sonntag?

Ich werde am Sonntag ehrlich gesagt etwas faulenzen. Das gehört manchmal auch zum Feminismus dazu, dass man nicht immer aktiv ist. Und ich werde sicher auch zurückschauen, von der Gewerkschaft sind ein paar Online-Aktivitäten geplant. Und wir freuen uns darauf, Aktionen für das nächste Jahr zu planen.

Das Gespräch führte Mirjam Fuchs. Das Interview in voller Länge finden Sie im Audiofile.

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