Ein Plädoyer für das «Miteinander»

Die Bundesfeier in Zürich stand im Zeichen von Tradition und Zusammengehörigkeit. Der Zürcher SP-Regierungsrat Mario Fehr bezeichnete die Schweiz als Willensnation. Der wichtigste Wert einer solchen Nation sei das «Miteinander».

Männer in Trachtenhemden mit Alphörnern auf den Schultern am Zürcher Paradeplatz Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Bundesfeier 2014 beginnt mit dem folkloristischen Umzug an der Zürcher Bahnhofstrasse. Keystone

Über 2000 Leute haben sich am Vormittag auf dem Zürcher Bürkliplatz versammelt, um den Geburtstag der Schweiz zu feiern. Zürcherinnen und Touristen, Gross und Klein, Alt und Jung standen oder sassen zusammen und freuten sich über die Feststimmung bei sommerlichem Wetter. Die Blasmusik spielte auf, Jodelchöre sangen Heimatlieder und Fahnenschwinger zeigten ihre Künste.

Das «Miteinander» als Vision der Zukunft

Hauptredner war der Zürcher SP-Regierungsrat Mario Fehr. In seiner Ansprache betonte er den Zusammenhalt. Die Schweiz sei eine Willensnation, und da sei das «Miteinander» der wichtigste Wert. Das gelte zwischen den einzelnen Menschen, aber auch zwischen Bund und den Kantonen, sowie zwischen Kanton und Stadt. Mario Fehr kritisierte denn auch die Idee, die Stadt als Halbkanton zu positionieren, als Provinzposse. Nur zusammen könne man tragfähige Lösungen finden, so Fehr.

Deutliche Worte gegen Antisemitismus

Mario Fehr nahm in seiner Ansprache auch Bezug auf den gegenwärtigen Krieg im Nahen Osten. Er verurteilte antisemitische Äusserungen, zu denen es in den letzten Tagen wegen des Krieges immer wieder gekommen ist, aufs Schärfste: «Antisemitismus ist absolut unerträglich und zutiefst unschweizerisch», sagte Mario Fehr.

meim; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30