«Ein Preis mit grosser Bedeutung für Transmenschen»

Was muss ich tun, um meinen Namen offiziell zu ändern, was bezahlt die Krankenkasse bei einer Geschlechtsanpassung? Solche Rechtsfragen von Transfrauen und -männern beantwortet der ehemalige Zürcher AL-Politiker Alecs Recher. Diese Rechtsberatung erhält den Stadtzürcher Gleichstellungspreis.

Sie fühlen sich als Mann, sind aber im Körper einer Frau geboren. Transmenschen haben in der Schweiz mit hohen Hürden zu kämpfen. Wer beispielsweise den Namen oder das Geschlecht offiziell ändern will, muss zahlreiche Fragen klären.

Kein Wunder, suchen immer mehr Menschen Unterstützung bei der Rechtsberatung von Transgender Network Switzerland (TGNS), die am Montagabend den mit 20'000 Franken dotierten Gleichstellungspreis der Stadt Zürich erhält. Die Beratungsstelle unterstützt Transmenschen, aber auch Angehörige und Arbeitgeber, seit vier Jahren ehrenamtlich und gratis bei rechtlichen Problemen. Der Stadtrat würdigt mit dem Preis das einzigartige und professionelle Engagement von TGNS für die rechtliche und soziale Gleichstellung von Transmenschen.

«Sprachlos vor Freude»

Gründer der Beratungsstelle und heutiger Leiter ist der ehemalige AL-Politiker Alecs Recher – auch er ein Transmann. Die Ankündigung, dass die Stadt Zürich seiner Rechtsberatung den Gleichstellungspreis verleiht, machte Recher zunächst einmal sprachlos vor Freude: «Es zeigt, dass der Zürcher Stadtrat gesehen hat: Die Rechtslage von Transmenschen ist alles andere als rosig. Da braucht es Unterstützung.» Der Preis sei eine Anerkennung für die geleistete Arbeit und von grosser Bedeutung für alle Transmenschen, erklärt Recher im Interview mit dem Regionaljournal Zürich Schaffhausen.