Eine Fischtreppe zu den Laichplätzen im Oberlauf der Sihl

Das Wasserkraftwerk zwischen Hütten und Schönenberg ist für die Fische kein Hindernis mehr. Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich EKZ haben für 1.3 Millionen Franken eine Fischtreppe gebaut. Wanderfische können nun das Wehr des Kraftwerks Waldhalde umschwimmen und zu ihren Laichplätzen gelangen.

Ganz freiwillig haben die EKZ die 1.3 Millionen Franken für die neue Fischtreppe nicht investiert. Seit der Revision des Gewässerschutzgesetzes im Jahr 2011 sind sie zu solchen Massnahmen verpflichtet. 10 Monate dauerten die Bauarbeiten beim Wasserkraftwerk Waldhalde. Nun ist die Sihl zwischen Hütten und Schönenberg wieder «fischgängig», wie das im Fachjargon heisst.

Ökologische Energiegewinnung

Eine Fischtreppe besteht aus miteinander verbundenen Wasserbecken, in denen die Strömung gebrochen wird, sodass die Fische das Wasser oberhalb des Wehrs erreichen können. Für den Weg flussabwärts wurde im Wehr zudem eine Fischabstiegsöffnung angebracht. «Mit dem Bau erfüllen wir die neuen gesetzlichen Anforderungen und schaffen optimale Bedingungen für die Fische», freut sich Projektleiter Roland Sutter. Fernziel ist es, dass der Lachs - einst einer der häufigsten Fische in der Schweiz - wieder zurückkehrt. Das könne aber noch dauern.

Das Wasserkraftwerk Waldhalde gehört zu einem ganzen System von Kraftwerken an der Sihl. Es produziert jährlich 15 Millionen Kilowattstunden Storm - genügend, um 3000 Haushalte ein Jahr lang mit Energie zu versogen.