Eine Nachzählung aller Wahlkreise kommt nicht in Frage

Trotz den Fehlern beim Auszählen im Kreis 9 verzichtet die Zürcher Stadtschreiberin auf eine Nachzählung aller Wahlkreise. Die Notwendigkeit sei nicht gegeben und eine gewisse kleine Fehlerquote sei nicht zu vermeiden.

Wahlbüro in der Stadt Zürich. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler - auch in einem Wahlbüro. Keystone

Um 36 Stimmen haben sich die Wahlhelfer im Kreis 9 verzählt. Ein kleiner Fehler, der insbesondere für die EVP massive Konsequenzen hat. Auch die Stadtschreiberin Claudia Cuche Curti bedauert dies, weist aber zugleich darauf hin, dass es überall Fehler gebe, wo Menschen arbeiten würden.

Daraus nun abzuleiten, dass in der ganzen Stadt Zürich wiederholt falsch gezählt wurde und deshalb eine Nachzählung aller Wahlkreise angebracht sei, hält sie deshalb für übertrieben. Wie Cuche Curti im Interview mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» sagt, gehöre eine kleine Fehlerquote dazu. Zudem seien die Wahlresultate in allen anderen Kreisen alles andere als knapp: «also selbst wenn sich dort kleine Veränderungen ergeben würden beim Nachzählen, hätte dies kaum Auswirkungen auf die Sitzverteilung im Parlament.»

Separate Termine für Wahlen

Da am 9. Februar in Zürich auch noch nationale und kantonale Abstimmungen stattfanden, standen die Wahlbüros unter einem hohen Zeitdruck. Möglich, dass dies die Fehlerquote beeinflusst hat. Claudia Cuche Curti will deshalb prüfen, ob man in Zukunft Wahlen nur noch für Sonntag einberufen will, an welchem keine Abstimmungen stattfinden. Diese Regel kennt man beispielsweise bereits in vielen Zürcher Gemeinden oder auch beim Kanton. Der Haken an dieser Idee ist jedoch, dass sie sehr viel kostet. Laut Cuche Curti koste bereits der Versand für einen Wahlgang in der Stadt Zürich 400'000 Franken.