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Allan Guggenbühl: «Ein tragischer Fall» (6.3.2017)
abspielen. Laufzeit 03:57 Minuten.
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Allan Guggenbühl zu «Carlos» «Eine Verwahrung ist eine Option, wenn jemand zur Gefahr wird.»

Der Jugendpsychologe Allan Guggenbühl ist Experte für Jugendgewalt. Zum Fall des Jugendstraftäters «Carlos» findet er deutliche Worte: Er spricht von einem tragischen Fall, die Situation erscheine hoffnungslos.

SRF: Ist Carlos ein hoffnungsloser Fall?

Allan Guggenbühl: Bei 30 Verurteilungen sieht es nach einem hoffnungslosen Fall aus. Es scheint, wie wenn man ihn nicht erreichen würde. Wie wenn er einen Teil in sich hätte, der nicht einsieht, dass er sein Verhalten ändern muss.

Es gibt Jugendliche, die unser System nicht erreicht. Das ist tragisch, denn sie sind ein grosses Problem.
Autor: Allan GuggenbühlJugendpsychologe

SRF: Was kann man da tun?

Es ist ganz wichtig, dass die Jugendlichen sich ändern WOLLEN. Dann muss man sie fordern. Ich frustriere die Jugendlichen anfangs mit Absicht, denn sie müssen wirklich Einsicht zeigen und an sich arbeiten wollen.

Und wenn «Carlos» sich verweigert?

Es gibt zwei Möglichkeiten. Eine langjährige, enge Betreuung oder dann eine Verwahrung. Schliesslich geht es um die Sicherheit der Bevölkerung.

Bei Jugendlichen wie «Carlos» versagt also unser System?

Die Resozialisierung ist ganz wichtig und die Schweiz kann stolz sein auf ihr Erfolgsmodell. Bei «Carlos» ist die Situation aber anders. Wenn jemand zu einem Sicherheitsrisiko wird, dann muss man eine Verwahrung prüfen. Das ist grässlich, denn «Carlos» ist auch ein Mensch, der seiner Persönlichkeit ausgeliefert ist.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Edi Steinlin  (stoni)
    Stimmt Herr Guggenbühl, es ist wirklich tragisch, aber auch für die jeweiligen Geschädigten.
  • Kommentar von J. Peter  (J. Peter)
    das ist doch ein witz. ein deutscher wird wegen rasen auf der autobahn zu drei jahren verurteilt, und dieser seriengewalttäter zu lächerlichen 1,5 jahren. der gehört bis lebensende in verwahrung. oder besser: den pass entziehen und heim ins mutterland schicken. für solche typen brauchen wir hier dringend eine änderung der gesetze, solche wie er sind die schlimmsten und gefährlichsten für uns alle. betrüger und steuerhinterzieher werden viel härter bestraft, obwohl sie niemand ein haar krümmen
  • Kommentar von Hans König  (Hans König)
    Es ist zu hoffen, dass dieser Mann endlich verwahrt wird. Mit diesem vielen Geld, das bereits in den Sand gesteckt wurde, hätte man vielen Flüchtlingskindern helfen können.
    1. Antwort von W. Ineichen  (win)
      Dieser Mann ist eher ein Biest.
    2. Antwort von Verena Casagrande  (Verena Casagrande)
      Sehr richtig und vielen Hungernden helfen können, aber anscheinend steckt man das Geld lieber in solches.