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«Unsere Beobachter merken noch nichts»: Interview mit Heiko Ciceri
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Einhausung Schwamendingen Trotz abgeschnittenem «Hosenbein» vorerst kein Stau

Seit Montagmorgen ist die Autobahnauffahrt in Zürich-Schwamendingen geschlossen. Vorerst gab es keine Verkehrsprobleme.

Nein, Auswirkungen seien keine zu spüren gewesen, sagt Heiko Ciceri von der Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich auf Anfrage des «Regionaljournals». Die Sperrung der Autobahnauffahrt sei aber nach der Morgenspitze erfolgt, mögliche Veränderungen der Verkehrsflüsse würden sich deshalb wohl erst in den nächsten Tagen zeigen. Man gehe jedoch davon aus, dass sich der Mehrverkehr nicht in die Quartierstrassen verlagere, sagt Ciceri.

Grossprojekt Einhausung

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Grossprojekt Einhausung

Täglich fahren rund 120'000 Autos mitten durch Schwamendingen. Grenzwerte bezüglich Lärm werden konstant überschritten. Um das Quartier zu entlasten, soll die Autobahn überdacht werden. In diesem Frühling beginnt darum die sogenannte «Einhausung». Ein knapp ein Kilometer langer Autobahnabschnitt wird schrittweise «eingehaust».

Die Bauarbeiten sollen bis 2024 dauern und kosten rund 450 Millionen Franken. Diese Kosten teilen sich Bund, der Kanton und die Stadt Zürich.

Grund für die Sperrung der Autobahneinfahrt Aubrugg, die den Übernamen «Hosenbein» trägt, ist der bevorstehende Bau der Einhausung Schwamendingen. Sie erfolgt einerseits aus Sicherheitsgründen, um die Bauarbeiter zu schützen. Andererseits will man das «Hosenbein» für den Baustellenverkehr verwenden. Dadurch würden die Quartierstrassen vom Bauverkehr entlastet, heisst es beim Bundesamt für Strassen (Astra).

Doch genau bei diesem Punkt regt sich die Kritik aus dem Quartier. Die Schliessung der Auffahrt führe zu zusätzlichem Verkehr, befürchtet Maya Burri, seit 13 Jahren Präsidentin des Quartiervereins Schwamendingen: «Wir werden es sicher zu spüren bekommen.» Beispielsweise die vielen Lastwagen, die zur Kehrichtverbrennung Hagenholz wollen oder von dort kommen, bahnten sich nun ihren Weg durchs Quartier, so die Befürchtung von Maya Burri.

«Einige werden sich den Kopf stossen»

Wie sehr Schwamendingen nach der Schliessung der Autobahnauffahrt tatsächlich unter die Räder komme, das wolle die Stadt Zürich genau beobachten, verspricht Heiko Ciceri, Sprecher der Dienstabteilung Verkehr. «Wir sind vor Ort unterwegs und schauen, wie sich der Verkehr entwickelt.»

Er gehe jedoch nicht davon aus, dass das Quartier stark leiden müsse. Auch wenn der eine oder andere Autofahrer sich an die Schliessung gewöhnen müsse: «Erfahrungsgemäss dauert es fünf bis sechs Wochen, bis die Leute ihr Verhalten ändern. Einige werden sich wohl den Kopf stossen und vor der geschlossenen Auffahrt stehen.» Die Stadt ziehe zu gegebener Zeit Bilanz und entscheide, ob sie Anpassungen vornehmen muss, beispielsweise eine bessere Beschilderung.

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