Mehr «made in Switzerland» EKS lenkt im Solaranlagen-Streit ein

Stichwort Einkaufstourismus: Nicht nur der Detailhandel sondern auch die Handwerksbetriebe leiden im Kanton Schaffhausen darunter. Das EKS hat für bestimmte Aufträge bisher immer deutsche Firmen angeheuert. Der Verband Schweizer Gebäudetechniker hat sich mit Erfolg dagegen gewehrt.

Zwei Männer arbeiten an blauen Solaranlagen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Suissetec-Direktor: «Bei Aufträgen in der Schweiz sollten auch Schweizer Firmen zum Handkuss kommen.» Keystone

Der Streit dreht sich um die Installation von Solaranlagen. Die Bevorzugung deutscher Firmen ärgerte den Verband der Schweizer Gebäudetechniker Suissetec. 75 Prozent des Aktienkapitals des Elektrizitätswerks des Kantons Schaffhausen (EKS) seien schliesslich im Besitz des Kantons Schaffhausen, so Suissetec-Direktor Hans-Peter Kaufmann.

«  Das EKS muss seine besondere Verantwortung in der Schweiz wahrnehmen.  »

Hans-Peter Kaufmann
Direkor Suissetec

Weil das EKS eine selbständige Aktiengesellschaft ist, durfte es aber deutsche Firmen bevorzugen. Begründet hat es die Praxis damit, dass das EKS grenzüberschreitend tätig sei und fast die Hälfte des Versorgungsgebiets auf deutschem Boden liege. Ausserdem gebe es in der Schweiz zu wenig spezialisierte Firmen.

Trotz Einigung: EKS bleibt skeptisch

Hans-Peter Kaufmann verärgerte diese Begründung. Zusammen mit dem kantonalen Gewerbeverband appellierte er deshalb an das Gewissen der EKS-Verantwortlichen. Mit Erfolg wie sich jetzt zeigt.

Das EKS hat unterdessen zugesichert, dass es Installationsaufträge auf Schweizer Boden künftig an Schweizer Firmen vergebe. EKS-Geschäftsführer Thomas Fischer ist aber nach wie vor skeptisch: «Die Frage wird sein, ob wir die Partner finden, die wir brauchen.» Das EKS werde auch in den Kantonen Thurgau und Zürich suchen müssen.