Ersatzwahl: SP-Delegierte beschliessen Stimmfreigabe

Wie schon die Parteileitung, konnte sich auch die Basis der Stadtzürcher SP auf keinen Kandidaten einigen, der sich für die Stadtratsersatzwahl am 3. März bewirbt. Die Delegierten beschlossen deshalb Stimmfreigabe.

Saal im Volkshaus, die SP-Delegierten stimmen ab, die Kandidaten schauen zu. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gespannt verfolgen die Stadtratskandidaten Hodel, Wolff und Camin (vorne), wie sich die SP-Delegierten entscheiden. SRF

Die Kontrahenten Marco Camin (FDP), Richard Wolff (AL) und Daniel Hodel (GLP) versuchten am Donnerstagabend, die rund 160 SP-Delegierten im Volkshaus mit ihren Voten zu überzeugen. Wolff pries sich als Genossenschaftswohnungs-Förderer an, Hodel als Brückenbauer zwischen den politischen Polen und Camin versuchte, mit seinem Migrationshintergrund zu punkten.

Einer enttäuscht, zwei erfreut

Keiner hatte Erfolg. Die Junge SP brach zwar eine Lanze für den Kandidaten von der Alternativen Liste. Aber die Delegierten beschlossen mit 85 zu 56 Stimmen die Stimmfreigabe. Deshalb kam es gar nicht erst zu einer Abstimmung über die einzelnen Bewerber.

Wolff zeigte sich enttäuscht ob diesem Resultat, Hodel und Camin sehen es als Vorteil. Nützen dürfte die Unentschlossenheit der Stadtzürcher Genossinnen und Genossen wohl am ehesten dem FDP-Kandidaten.