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Zürich Schaffhausen Essensreste aus dem Limmattal spenden Energie

Rund 250‘000 Tonnen Esswaren landen jährlich im Abfall. In immer mehr Regionen werden diese Resten nun weiter verwertet, um Biogas und Kompost herzustellen. Das Vergärwerk Zürich wird auch von Gemeinden im Limmattal beliefert.

Legende: Video Essen im Abfall abspielen. Laufzeit 06:19 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 28.01.2014.

Eine ganze Menge Lebensmittel wird in der Schweiz verschwendet. Das zeigt eine Studie des Bundesamtes für Umwelt BAFU, welche am Dienstag veröffentlicht wurde. In den 250'000 Tonnen Bioabfall sind auch viele Esswaren enthalten, die noch geniessbar wären. Seit 2013 entsteht aus den organischen Abfällen aus der Stadt Zürich und vielen Limmattaler Gemeinden aber wieder Energie.

Die Stadt Schlieren etwa liefert ihren Bioabfall an das Vergärwerk im Zürcher Werdhölzli. Dieses soll im Idealfall Heizenergie für bis zu 5000 Haushalte liefern. Die Männer von der Grünabfuhr treffen auf ihrer Tour selten auf Wohlgerüche. In den Kompostcontainern finden sich neben Gartenabfällen nämlich auch verschimmeltes Gemüse und gammliges Fleisch. Laut Markus Moosmann, Bereichsleiter Abfuhrwesen Schlieren, sind vor allem die Fahrten im Sommer anstrengend für die Nase. In der warmen Jahreszeit beginnen die Essensreste besonders schnell zu faulen.

Keine Aufforderung zur Lebensmittelverschwendung

Im Vergärwerk werden die weggeworfenen Lebensmittel dann einem neuen Zweck zugeführt. Nach mehreren Wochen entsteht aus dem Bioabfall Biogas und Kompost für die Landwirtschaft. Ein Aufruf zum Wegwerfen von Lebensmitteln sei dies aber nicht, sagt Helmut Vetter, Geschäftsführer der Biogas Zürich AG. Man wolle aber die Gesellschaft zum Umdenken bewegen.

Bioabfälle, welche zwangsläufig im Haushalt entstehen, sollen vermehrt im Grünabfall landen statt im Kehricht. Und das sei heute noch nicht der Fall. Dazu seien aber auch die Hausbesitzer gefordert, indem sie die speziellen Container zur Verfügung stellen. Vetter: «Erfahrungsgemäss dauert dieser Prozess zwei bis drei Jahre.»

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