Europaallee: Polizei wertet Videomaterial aus

Nach den Ausschreitungen vom 12. Dezember gehen bei der Zürcher Stadtpolizei immer noch zahlreiche Schadensmeldungen ein. Zudem gilt es nun Bild- und Videomaterial auszuwerten. Auch hat sich die Kantonspolizei in die Ermittlungen eingeschaltet.

Verspraytes Fenster an der Zürcher Langstrasse. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nicht nur an der Europaallee, sondern auch an der Langstrasse haben die Krawallanten gewütet. Keystone

Die Gewaltbereitschaft der zweihundert Chaoten war riesig. Nicht nur zahlreiche Fensterscheiben gingen zu Bruch, die Vermummten machten auch vor den Polizisten keinen Halt. Sieben Polizistinnen und Polizisten wurden verletzt. In einem Fall wurde eine brennende Fackel in ein Polizeiauto geworfen.

Da müsse man von versuchter schwerer Körperverletzung sprechen oder sogar von versuchter Tötung, sagt Judith Hödel, Sprecherin der Stadtpolizei Zürich. In diesem speziellen Fall habe man deshalb nun die Kantonspolizei eingeschaltet. Sie versucht nun, den Täter zu ermitteln.

Aber auch die Stadtpolizei fahndet mit Hochdruck weiter. In den letzten Tagen seien Bilder, Videos und andere Hinweise bei ihnen eingegangen, bestätigt Judith Hödel. Das werde nun gesichtet. «Es kann aber Wochen oder sogar Monate dauern, bis diese ausgewertet sind», zudem sei die Polizei weiterhin auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, so Hödel.

Internetfahndung als letztes Mittel

Kommt die Stadtpolizei auf diesem Weg zu keinem Ergebnis, kann man sich auch vorstellen, via Internet nach den Chaoten zu suchen. Dies sei das letzte Mittel, wenn alle anderen polizeilichen Instrumente ausgeschöpft sind, so Hödel. Das heisst, dass dann Bild- oder Videomaterial der Ausschreitungen auf die Homepage der Stadtpolizei gestellt würde, so wie das bereits bei Fussballausschreitungen der Fall war.