FC Zürich: Am Montag beginnt die Mission Wiederaufstieg

Gekämpft, gewonnen und trotzdem verloren: Am 25. Mai 2016 war der Abstieg des FC Zürich in die Challenge League besiegelt. Ab Montag kämpft der Club nun um seine Rehabilitation. Viele Fans halten ihm auch in der zweiten Klasse die Treue.

Ein FCZ-Spieler liegt am Boden, ein Kollege hilft ihm wieder auf die Beine Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der FCZ am Boden: Diesen Moment will der Club möglichst schnell vergessen und ungeschehen machen. Keystone

Es war ein trauriges Saisonende für den stolzen FCZ und seine Fans: Zwar gewann die Mannschaft das letzte Spiel in der Super League gegen Vaduz und rang danach den Rivalen im Kampf gegen den Abstieg, den FC Lugano, im Cup-Final nieder. Doch was schon vorher vergeigt war, konnte sie damit nicht mehr retten. Lob gab es für diese Leistungen keine.

«Gönd hei und schämed oi wiiter!»

Die Botschaft der Fans am Cup-Final war klar und unmissverständlich: «Günned de Final, gönd hei und schämed oi wiiter!» stand auf einem langen Transparent in der Südkurve zu lesen.

Doch das Schämen muss nun eine Ende haben. Denn nun beginnt die Mission «Sofortiger Wiederaufstieg», die FCZ-Präsident Ancillo Canepa zwei Tage nach dem Debakel angekündigt hatte.

Saisonkarten: Der Vorverkauf brummt

Die Fans halten dem Club in dieser Mission die Treue: Für die neue Saison in der Challenge League wurden so viele Saison-Abonnemente gekauft, wie schon lange nicht mehr. Aktuell haben bereits über 4700 FCZ-Fans ein Saison-Abo gekauft, das sind einige hundert mehr als letztes Jahr.

Diese Unterstützung freut den Verein. Und auch die Mannschaft spüre die Unterstützung, sagt der neue Mittelfeldspieler Adrian Winter, der aus den USA zum FCZ gestossen ist: «Die ganze Stadt will, dass wir wieder aufsteigen. Wir werden ein Jahr lang hart arbeiten. Und wenn wir den Aufstieg schaffen, dann brennt Zürich.»

Das andere Derby

Die Mission startet am Montag gleich mit einem Derby: Der Gegner heisst aber nicht mehr Grasshoppers Club, sondern FC Winterthur.

Dass die Mission kein Spaziergang ist, bekam der FCZ schon aufgezeigt. Das Testspiel gegen einen der Konkurrenten in der Challenge League, gegen den FC Schaffhausen, ging 0:1 verloren.