FDP-Mann will Zürcher Stadtrat auf die Finger schauen

Roger Tognella will Zürcher Statthalter werden. Die FDP hat ihn für die Wahl nominiert. Mit ihm soll den Stimmberechtigten eine «attraktive Alternative» zum Kandidaten der Linken geboten werden.

Will Statthalter werden: Zürcher FDP-Gemeinderat Roger Tognella. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Will Statthalter werden: Zürcher FDP-Gemeinderat Roger Tognella. zvg

Tognella ist seit zehn Jahren Mitglied im Gemeinderat, seit fünf Jahren leitet er die Fraktion. Nun hat er Lust auf eine neue Herausforderung. «Ich kann gut Brücken schlagen», sagt er gegenüber dem Regionaljournal Zürich Schaffhausen, und damit erfülle er eine wichtige Voraussetzung für diesen Job. Dass er als gelernter Elektroinstallateur über wenig juristisches Wissen verfügt, sieht er nicht als Nachteil.

Die FDP will mit Tognella den frei werdenden Sitz von Hartmuth Attenhofer (SP) erobern, der nach sieben Jahren im Mai seinen Rücktritt bekanntgegeben hatte.

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Der Aufpasser

Der Statthalter beaufsichtigt den Stadt- und den Gemeinderat. Er entscheidet auch über Beschwerden zu Entscheiden des Stadtrates. Zudem spricht er hohe Verkehrsbussen (über 500 Franken) aus. Bekanntester Zürcher Bezirksrat war Bruno Graf, der sich in den Neunzigerjahren mit dem Stadtrat über die Schliessung des Platzspitzes stritt.

Damit ist klar, dass es zu einer Kampfwahl zwischen einem bürgerlichen und einem linken Kandidaten kommt. SP und Grüne haben sich bereits im Juni darauf geeinigt, dass der Grüne Mathis Kläntschi den Sitz des linken Statthalters verteidigen soll.

Kläntschi: «Bin der bessere Kandidat»

Kläntschi ist schon Mitglied des Bezirksrats, der dem Statthalteramt unterstellt ist. Als Jurist sieht er sich zudem im Vorteil. «Ich halte mich für geeigneter als Tognella», erklärt er selbstsicher.

Entscheiden werden jedoch die Stimmberechtigten - voraussichtlich am 22. November.