Feuerwehr spielen,aber richtig: die Kinderfeuerwehr «Firejumpers»

Seit September können Kinder in der Kinderfeuerwehr «Firejumpers» im Zürcher Unterland alles rund ums Feuerlöschen lernen. Sie sollen damit später den Nachwuchs für die freiwillige Feuerwehr stellen. Der Start des Pilotprojektes ist gelungen.

Bub in voller Feuerwehrmontur betätigt den Schlauch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit vollem Einsatz dabei: Übungen mit Wasser und Feuer machen den Feuerwehrkindern am meisten Spass. zvg

«Feuerwehrmann» ist die Antwort von vielen Kindern auf die Frage nach ihrem Traumberuf. Trotzdem kämpfen die freiwiligen Feuerwehren im Kanton Zürich mit Nachwuchsproblemen. «Zur Zeit ist die Situation noch nicht gravierend, in zehn Jahren fehlt uns dann aber bis zu einem Drittel an Freiwilligen», sagt Heinz Liebhart, der für die Ausbildung der kantonalen Feuerwehr Zürich zuständig ist.

Deshalb läuft im Zürcher Unterland seit September ein Pilotprojekt: die Kinderfeuerwehr «Firejumpers».

Einmal im Monat können Kinder im Alter zwischen 8 und 14 Jahren lernen, was es heisst, ein Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau zu sein. Leitern hochklettern, mit dem Schlauch Wasser aus dem Hydranten holen - oder, zu Weihnachten, einen ganzen Weihnachtsbaum abfackeln: Das alles steht auf dem Programm der Kinderfeuerwehr.

Motivierte Feuerwehrkinder

Der Start ist geglückt: «Es läuft nicht schlecht, wir haben immer zwischen sechs und zehn Kindern und die sind topmotiviert», sagt Philip Bader von der Feuerwehr Eglisau-Hüntwangen-Wasterkirchen, welche verantwortlich ist für das Pilotprojekt. Vor allem wenn Wasser und Feuer im Spiel sind, seien die Kinder begeistert.

Die Kinderfeuerwehr soll eine Lücke schliessen. Heute können erst Jugendliche ab 14 Jahren zur Jugendfeuerwehr. «Viele Kinder sind dann schon verplant mit Sport und anderen Hobbies», sagt Bader. Mit Hilfe der Kinderfeuerwehr soll künftig mehr Nachwuchs für die freiwillige Feuerwehr bereit stehen.