Rheinschiffahrt Finanzspritze für die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein

Für die Sanierung von zwei Schiffen braucht die URh 2,15 Millionen Franken. Das Geld kann sie nicht aus eigener Kraft aufbringen. Nach dem Kanton Thurgau gewährt nun auch der Kanton Schaffhausen der Gesellschaft ein zinslose Darlehen.

Die MS Thurgau fährt an Stein am Rhein vorbei. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die MS Thurgau und ihre Schwesterschiffe fahren nicht genügend Geld ein und brauchen Finanzhilfe. Keystone

700'000 Franken: So viel Geld soll die angeschlagene Schifffahrtsgesellschaft aus der Schaffhauser Staatskasse erhalten um zwei Schiffe ihrer Flotte zu erneuern. Die MS Schaffhausen und die MS Arenenberg haben eine veraltete Steuerung, für die es schon lange keine Ersatzteile mehr gibt. Kommt es zu einem Schaden, drohen die Schiffe still zu liegen.

Finanzielle Schlagseite

Die Kosten für die Erneuerung der beiden Schiffe veranschlagt die Schifffahrtsgellschaft URh auf 2,15 Millionen Franken. Das Geld dafür kann sie aber nicht aus eigener Kraft aufbringen. Zu schlecht lief der Betrieb in der letzten Zeit.

Sie hat deshalb den Kanton Schaffhausen und den Kanton Thurgau als Aktionäre um ein Darlehen gebeten. Zudem hat sie Sanierungsmassnahmen eingeleitet, um die Gesellschaft finanziell wieder auf Kurs zu bringen.

«  Die URh – die ist krank! »

Josef Würms
Kantonsrat SVP

Das Thurgauer Parlament bewilligte 550'000 Franken ohne Diskussion. Im Schaffhauser Kantonsrat gab das Geschäft mehr zu reden. Vor allem die SVP fürchtet, dass der Kanton das Geld nie wieder sieht. Die Befürworter betonten im Rat aber die Wichtigkeit der Schifffahrtsgesellschaft für den Schaffhauser Tourismus. Schliesslich bewilligte eine Mehrheit die 700'000 Franken.