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Flüchtlinge auf dem Mittelmeer Der Kanton Zürich will nicht mehr Bootsflüchtlinge aufnehmen

Auch wenn viele Asylunterkünfte nicht ausgelastet sind, wehrt sich der Kantonsrat gegen zusätzliche Flüchtlinge.

Ein Rettungsboot hilft Flüchtlingen um von ihrem Schlauchboot auf ein grösseres Gefährt zu wechseln.
Legende: Bootsflüchtlinge, wie hier vor der libyschen Küste, landen häufig in Italien, Spanien oder Griechenland. Keystone

Ein Vorstoss von Mitte-Links wollte den Zürcher Regierungsrat verpflichten, sich beim Bund dafür einzusetzen, dass mehr Bootsflüchtlinge den Weg in den Kanton Zürich finden.

Konkret forderten SP, die Alternative Liste sowie die EVP, dass das Kontingent erhöht würde für Menschen, die mit Schiffen über das Mittelmeer flüchten. Damit sie in der Schweiz ein faires Asylverfahren erhalten.

Während Länder wie Italien, Griechenland oder Spanien überproportional viele Flüchtlinge aufnähmen, seien zurzeit viele Asylunterkünfte in Zürich nicht ausgelastet, gab AL-Kantonsrätin Laura Huonker zu bedenken. Die Zahl der Asylgesuche im Kanton Zürich ist stark rückläufig.

Viele Länder ächzen unter den vielen Flüchtlingen, während die Zürcher Asylunterkünfte nicht ausgelastet sind.
Autor: Laura HuonkerAL-Kantonsrätin

Der Regierungsrat wäre bereit gewesen, dieser Forderung nachzugehen. Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) meinte ebenfalls, die Schweiz sollte die Mittelmeeranrainer entlasten.

Relativ knappes Abstimmungsresultat

Die bürgerlichen Parteien liessen sich von diesen Argumenten jedoch nicht überzeugen. Das Asylwesen in der Schweiz orientiere sich strikt nach rechtstaatlichen Kritierien, hielt FDP-Vertreter Hans-Jakob Boesch fest. Es gebe keinen Grund, daran etwas zu ändern.

Unser Asylwesen ist human - es besteht kein Handlungsbedarf.
Autor: Hans-Jakob BoeschFDP-Kantonsrat

Das sah auch die SVP so. Und so setzte sich die bürgerliche Mehrheit am Ende mit 89 zu 81 Stimmen durch und lehnte den Vorstoss ab.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Gurzeler (B.Gurzeler, alias Rollstuhlrocker)
    Wir müssen im Kanton Zürich nicht aus der Reihe tanzen, ich bin überzeugt wir machen sehr viel in dieser Hinsicht, es gibt auch Einheimische die darben müssen, ich persönlich weiss wenn man weniger bekommt, also müssen alle den Gürtel enger schnallen.
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  • Kommentar von Margrit Holzhammer (Margrit Holzhammer)
    .....Auch wenn viele Asylunterkünfte nicht ausgelastet sind, wehrt sich der Kantonsrat gegen zusätzliche Flüchtlinge.......... Im Normalfall sollte es gar keine Asylbewerberunterkünfte brauchen!!! WÄRE die Welt friedlich, könnten die Leute dort bleiben wo sie eigentlich bleiben möchten, nämlich im eigenen Land!
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Diese Forderung ist wieder mal typisch von Links. Offenbar will man diese Asyl-& Flüchtlings-Branche besser auslasten und Job-Protection machen. Nur wem wird da letztlich geholfen? Primär doch der Asyl-& Flüchtlings-Branche, weniger den Migranten. Letztlich landen die meisten Migranten irgendwie ja doch auf dem Sozialamt und da wird es letztlich wirklich ausgebadet und gelöst werden müssen.
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    1. Antwort von Jürg Brauchli (Rondra)
      Zuerst zahlen Alle und wenn der Bundesbeitrag ausläuft etwas die Kantone, aber vor allem der Gemeindesteuerzahler.
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