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Mit der Ruhe soll es bald vorbei sein: Flugplatz Dübendorf
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Flugplatz Dübendorf Bund brüskiert Anwohnergemeinden

In den drei Gemeinden Dübendorf, Volketswil und Wangen-Brütisellen ist man wütend. Denn nichts von dem, was die Bevölkerung wollte, hat der Bund im sogenannten SIL-Objektblatt berücksichtigt. Das SIL-Objektblatt legt den Rahmen für die zukünftige Infrastruktur und die Ausrichtung des Betriebs auf dem ehemaligen Militärflugplatz fest. Und da der Bund die Geschäfts- und Sportfliegerei von Kloten nach Dübendorf auslagern möchte, hat er nun genau dies in seinem neuen Papier festgeschrieben.

Der Bund nimmt unsere Anliegen überhaupt nicht ernst.
Autor: Jean-Philippe PintoGemeindepräsident Volketswil

«Die Vorlage berücksichtigt keine einzige Forderung aus unserer Region», sagt Jean Philippe Pinto, Gemeindepräsident von Volketswil, auf Anfrage des Regionaljournals. Die Stimmbürger der drei Gemeinden hätten einem Betrieb als Werkflughafen zugestimmt, die Gemeinden hätten dem Bund sogar angeboten, den Flugplatz zu übernehmen. «Aber der Bund nimmt unsere Anliegen überhaupt nicht ernst.»

Bund spricht von Pistenverlängerung

Was Pinto besonders ärgert: Im SIL-Objektblatt ist sogar von einer Pistenverlängerung die Rede, damit auch grössere Flugzeuge Dübendorf anfliegen könnten – was freilich die Lärmbelastung erhöhen würde. «Das ist für uns eine grosse Überraschung», sagt Pinto. Denn es widerspreche ganz klar den Ausschreibungsunterlagen. «Jetzt sagt der Bund plötzlich, ein solcher Flugplatz liesse sich nicht wirtschaftlich betreiben und brauche eine längere Piste.»

Gemeinden rufen zum Protest auf

Die drei Anliegergemeinden fordern die Bevölkerung deshalb auf, beim Bund zu protestieren. Auf ihren Websites haben sie einen Musterbrief aufgeschaltet. Jean-Philippe Pinto rechnet mit zahlreichen Eingaben und hofft, der Bund gehe darauf ein. Pinto: «Wir sind in einer Demokratie, die Bevölkerung soll sich äussern dürfen.» Parallel dazu wollen die drei Gemeinden gemeinsam mit dem Kanton Zürich weiter für ihren Plan eines Werkflugplatzes mit weniger Flugbewegungen kämpfen.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Egger  (Martin Egger)
    Es gibt genügend Flugkapazität in der Schweiz. Die Vergrösserung von Flughäfen und -plätzen widerspricht daher dem gesunden Menschenverstand, wenn man daran denkt, dass heute Klimaschutz angesagt ist statt CO2-Ausstoss durch noch mehr Flüge.
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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Da viele Militärflughäfen geschlossen wurden, muss irgendwo noch ein Flugplatz sein, wo die Militärpiloten noch starten und landen dürfen. Sonst kann die Schweiz auf Flugzeuge verzichten. Es hat alles zwei Seiten.
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  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Was denkt man sich als Anwohner, wenn man in die Nähe eines -in diesem Fall- seit 108 Jahren bestehenden Flugplatzes zieht? Die Motzerei ist für mich einfach nicht nachvollziehbar. Flughäfen gehören zur BAsisinfrastruktur des Landes. Was die selbsternannten (neudeutschen) Influencer "haben wollen", interessiert auf Staatsebene hier zu Recht herzlich wenig!
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    1. Antwort von Lilian Albis  (...)
      Die Anwohner sind in die Nähe eines MILITÄR-Flugplatzes gezogen. Dort hatte man früher genau 4 Mal Lärm pro Tag und an den Wochenenden war Ruhe. Das ist nicht zu vergleichen mit einem zivilen Flugplatz.
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