Frank Braun: «Wir müssen nicht bei Null beginnen»

Ein halbes Jahr nach der Eröffnung bleibt das Kino Houdini an der Zürcher Kalkbreite wohl für mehrere Monate geschlossen: Ein Brand zerstörte die Bar, der Rauch beschädigte die Kino-Einrichtung. Ein harter Schlag für die Betreiber. Tröstlich seien die Solidaritätsbekundungen der Stammgäste.

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Bildlegende: Frank Braun, Geschäftsführer des Kino Houdini, in der vom Feuer völlig zerstörten Bar. Keystone

Das Feuer brach am Dienstagmorgen in der Bar des Kinos aus. Ein Passant bemerkte den Brand und alarmierte die Feuerwehr. Ursache war vermutlich ein technischer Defekt. Die Feuerwehr arbeitete schnell; das Feuer war nach zwei Stunden gelöscht, es wurde auch niemand verletzt. Es entstand jedoch ein hoher Sachschaden von mehreren Hunderttausend Franken.

Für Frank Braun, Geschäftsführer des Kino Houdini ein harter Schlag. «Es sind wohl eher ein paar Monate als nur ein paar Wochen, die das Kino geschlossen bleibt», sagt er als Wochengast des Regionaljournals. Der grosse Schaden komme weniger vom Feuer als vielmehr von Rauch und Russ, die sich in der Technik und im Mobiliar festgesetzt haben.

Tröstlich sei, dass das Houdini bereits im ersten halben Jahr des Bestehens sein Stammpublikum gefunden habe, das nun die Wiedereröffnung herbeisehne. «Wir bekommen viele Reaktionen und müssen nicht bei Null beginnen. Für uns ist es deshalb keine Frage, dass wir weitermachen», so Braun.

Eröffnung vor einem halben Jahr

Das Wohn- und Gewerbehaus Kalkbreite in Zürich ist im vergangenen August eröffnet worden. 256 Bewohner und 200 Gewerbetreibende füllen die Überbauung mit Leben.

Zehn Läden, eine Kindertagesstätte, drei Restaurants, ein Kino, acht Büro- und Atelierbetriebe, ein Geburtshaus und eine medizinische Praxisgemeinschaft nutzen die Gewerbefläche.

(kerf; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)