Zum Inhalt springen
Inhalt

Zürich Schaffhausen Frank Urbaniok: «Es gibt keinen vergleichbaren Fall»

Der Gerichtspsychiater Frank Urbaniok liefert mit seinem Gutachten eine wichtige Grundlage für das Urteil im Zwillingsmord von Horgen. Er hat über die Jahre zwei Gutachten der Mutter erstellt und kommt zum Schluss: Dieser Fall ist einzigartig.

Frank Urbaniok im Radio Studio Zürich.
Legende: Der Psychiater Frank Urbaniok lieferte dem Gericht ein 300 Seiten dickes Gutachten ab. srf

Mütter, die ihre Kinder töten. Es sind Einzelfälle. Die Mutter aus Horgen, die gleich alle ihre Kinder getötet hat, ist aus Sicht des Gerichtspsychiaters Frank Urbaniok sogar einzigartig. «Wir haben in der Literatur keinen vergleichbaren Fall gefunden.»

Mütter, die ihre Kinder töten, leiden häufig unter einem psychiatrischen Problem. Entweder seien sie schizophren und töten in einem Wahn. Frank Urbaniok kennt aber auch Mütter, die unter Drogen getötet haben oder Frauen, die hoch depressiv waren. Bei der Mutter aus Horgen habe er aber kein solches psychiatrisches Problem festgestellt.

Stationär oder ambulant?

In seinem Gutachten empfiehlt Frank Urbaniok dem Gericht für die Frau eine stationäre Massnahme anzuordnen. Der Staatsanwalt hingegen verlangt eine ambulante Therapie. Zu beiden Möglichkeiten meint Frank Urbaniok: «Man kann nicht genau sagen, welche Massnahme zu einer längeren Inhaftierung führen würde. Man kann nur sagen, dass beide Varianten in einer geschlossenen Strafanstalt vollzogen werden. Der Ort ist also der Gleiche, einfach auf einer anderen Station.»

Konkret ist der Ort in diesem Fall das Frauengefängnis Hindelbank im Kanton Bern.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Regina Möckli, Schlatt
    Einmal mehr soll therapiert werden und zwar stationär ohne dass ein psychiatrisches Leiden vorliegt. Wo ist in diesen Gutachte(r)n die medizinische Logik? Vermeinen bessere Richter und Umformer zu sein, wollen Kriminalität behandeln, machen psychisch Kranke zu Kriminellen? In einer psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung geht es darum den Patienten über seine Krankheit aufzuklären und ihm aufzuzeigen, wie er mit und trotz ihr normal leben kann und nicht darum sie zu kriminalisie...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    Na ja Herr Urbaniok haben sie schon einmal in den Spiegel geschaut. Kennen Sie sich aus in der Morphologie? Wieso finden Sie, dass Monster für 100000 tausende von Franken in der Schweiz therapiert werden müssen. Das Schweizerbürgerrecht sollte dieser Frau weggenommen werden und sie sollte eigentlich in ihrem Herkunftsland therapiert werden. Ich verstehe den Schweizer Schwächling nicht, welcher zu dumm war um seine Nachkommen vor diesem Monster zu schützen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen