Freier Sitz im Ständerat: Die Parteien scharren schon

Es dauert zwar noch ein Jahr, bis der Zürcher FDP-Ständerat Felix Gutzwiller seinen Sitz räumt. Die Parteien bringen sich aber schon mal in Position, und es kursieren auch schon erste Namen.

Ihre Namen sind schon im Spiel: Ruedi Noser (FDP), Rita Fuhrer (SVP) und Daniel Jositsch (SP). Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ihre Namen sind schon im Spiel: Ruedi Noser (FDP), Rita Fuhrer (SVP) und Daniel Jositsch (SP). Keystone

Vor allem bei den bürgerlichen Parteien sorgt die Rücktrittsankündigung von FDP-Ständerat Felix Gutzwiller schon jetzt für Unruhe. Für den Zürcher FDP-Präsidenten Beat Walti ist schon jetzt klar, dass seine Partei den Sitz verteidigen will, und er hat schon einen Namen: «Unser Nationalrat Ruedi Noser wäre sicher am geeignetsten», sagt Walti gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Definitiv entscheiden die FDP-Delegierten aber erst im Januar.

Comeback von Rita Fuhrer?

Anspruch auf einen Ständeratssitz erhebt auch die SVP. «Als grösste Partei im Kanton Zürich steht uns das zu», erklärt SVP-Präsident Alfred Heer. Er ist aber der Meinunug, dass sich die Bürgerlichen auf einen Kandidaten einigen sollten. Eine mögliche SVP-Kandidatin wäre alt-Regierungsrätin Rita Fuhrer. Aber auch die SP und die Grünen wollen nicht hintanstehen: «Es ist an der Zeit, dass die SP wieder im Ständerat vertreten ist», sagt Präsident Daniel Frei. Seit 1983 kämpft die SP vergeblich für einen Wiedereinzug ins Stöckli. In der Poleposition steht Nationalrat Daniel Jositsch. Auch die Grünen überlegen sich eine Kandidatur.

Die grosse Unbekannte ist Verena Diener. Je nachdem, ob die Zürcher GLP-Ständerätin im nächsten Jahr noch einmal kandidiert oder nicht, präsentiert sich eine völlig andere Ausgangslage. Diener sagt, wie wolle sich gegen Ende Januar definitiv entscheiden.