Winterthurer Musikfestwochen Freiwillige Helfer gesucht – und gefunden

eine junge Frau schöpft mit grosser Kelle Essen, sie trägt ein dunkles T-Shirt mit der Aufschrift "Winterthurer Musikfestwochen" Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Gastroteam der Winterthurer Musikfestwochen sind noch wenige Schichten unbesetzt. zvg/Musikfestwochen (Thomas Gerstendörfer)

Freiwilligenarbeit leisten, ist nicht gerade im Trend. Die Zahlen gehen schweizweit zurück, gratis arbeiten ist immer weniger attraktiv. In Winterthur und Schaffhausen starten diese Woche die grossen Musikfestivals, sie würden ohne Freiwillige nicht funktionieren.

Hunderte Freiwillige nötig

500 ehrenamtliche Helfer sind es am «Stars in Town» in Schaffhausen, 700 sind an den «Winterthurer Musikfestwochen» notwendig. Und obwohl andere Organisationen über Schwierigkeiten klagen, Freiwillige zu finden, haben die beiden Musikfestivals keine Probleme.

«Wir sind extrem lokal verankert, darum gibt es viele, die jedes Jahr helfen. Einige nehmen sogar vier Wochen Ferien dafür», begründet Co-Chefin Laura Bösiger den Erfolg der Winterthurer Musikfestwochen bei der Helfersuche. Dazu kommen natürlich kleine Entschädigungen wie Konzerteintritte, Verpflegung, ein eigenes Helferfest.

Stolze Helfer

Auch in Schaffhausen seien dank Mund zu Mund-Propaganda immer genügend Helfer zu finden, sagt Medienchef Urs Peter Naef: «Viele der 500 Freiwilligen sind langjährige Helfer, die von Anfang an dabei sind und stolz sind, ein Teil des Festivals zu sein.»

Ohne Freiwillige kein Festival

Dass die Festivals ohne Freiwillige nicht überleben könnten, zeigen die Zahlen aus Winterthur. 25'000 Stunden Freiwilligenarbeit leisten die Helferinnen und Helfer. Müsste das Festival sie bezahlen, wäre rund eine halbe Million Franken nötig. «Das ist etwa gleich viel, wie wir für Band-Gagen ausgeben können. Hätten wir keine Helfer, könnten wir keine einzige Band engagieren», sagt Laura Bösiger.