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Gefängnisausbruch in Horgen Getürmt, verletzt und wieder festgenommen

  • Ein 40-jähriger Mann ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag aus dem Gefängnis Horgen ausgebrochen.
  • Auf seiner Flucht überwand der Häftling den Stacheldrahtzaun und sprang aus grösserer Höhe in die Tiefe.
  • Er zog sich erhebliche Verletzungen zu und konnte am Sonntagnachmittag im nahen Wald verhaftet werden.

Der Häftling entwich aus seiner Einzelzelle, wie das Amt für Justizvollzug mitteilte. Nachdem das Gefängnispersonal das Fehlen des Mannes bemerkt hatte, wurde er sofort zur Fahndung ausgeschrieben.

Nato-Zaun mit messerscharfen Stacheln

Auf seiner Flucht durchdrang der Häftling offenbar den sogenannten Nato-Zaun. Dabei handelt es sich um Stacheldrahtrollen mit messerscharfen Stacheln. Er zog sich Schnittverletzungen zu. Er verletzte sich zudem bei einem Sprung «aus grösserer Höhe», wie es beim Amt für Justizvollzug hiess.

Der verletzte Mann versteckte sich im nahegelegenen Sihlwald. Die Kantonspolizei Zürich konnte ihn am Sonntagnachmittag aufspüren und festnehmen.

Interne Untersuchung bereits angelaufen

Der Mann ist des Diebstahls beschuldigt und sitzt seit letztem August in Horgen in Untersuchungshaft. Er befindet sich somit im vorzeitigen Strafvollzug und ist noch nicht rechtskräftig verurteilt.

Wie der Mann aus seiner Zelle entkommen konnte, ist noch unklar. Eine interne Untersuchung ist bereits im Gang. Sie soll zeigen, ob in Horgen zusätzliche Sicherheitsmassnahmen getroffen werden müssen. 2010 war bereits einmal ein Häftling aus dem Gefängnis ausgebrochen, damals mit Hilfe eines Seils.

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