Gemeinsamer Busbetrieb von Stadt und Kanton nimmt erste Hürde

In Schaffhausen sollen die städtischen und die regionalen Busbetriebe fusionieren. Das Stadtparlament gibt dazu grünes Licht, hat aber auch Vorbehalte. Geplant ist, dass die Verkehrsbetriebe VBSH die Überlandbusse übernehmen und eine öffentlich-rechtliche Anstalt im Eigentum der Stadt werden.

Zwei Schaffhauser Busse nebeneinander in der Werkstadt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Praktisch heute schon unter einem Dach: ein regionaler (links) und ein städtischer Schaffhauser Bus im Depot. SRF

Bereits heute haben die städtischen Verkehrsbetriebe (VBSH) und die regionalen Verkehrsbetriebe (RVSH) eine gemeinsame Geschäftsleitung. Die Fusion ist für den Stadtrat und die bürgerlichen Parteien im Schaffhauser Stadtparlament nur logisch.

SP und die AL sind hingegen gar nicht einverstanden. Die heute gut aufgestellten VBSH würden sich mit der RVSH «einen schweren Rucksack aufladen», sagte Katrin Huber Ott (SP). Es könne nicht sein, dass die Stadt sich in Zukunft mit dem Regionalverkehr befassen müsse. Die SP stört sich zudem daran, dass das Parlament in Zukunft weniger Mitsprache beim öffentlichen Verkehr hat.

Schliesslich beauftragte das Parlament gegen den Widerstand der Linken den Stadtrat, zusammen mit dem Kanton eine Fusions-Vorlage zu erarbeiten. Ein Nein hätte den sofortigen Abbruch der Übung bedeutet. Das letzte Wort soll das Stimmvolk haben.

(ster; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 6:32 Uhr)