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Gift im Trinkwasser Interkantonales Labor nimmt Bauern in Ramsen in die Pflicht

Das Gift Bentazon wurde Anfang Jahr im Trinkwasser von Ramsen festgestellt. Es wird in der Landwirtschaft in verschiedenen Kulturen zur Bekämpfung von Unkraut eingesetzt.

Ein Traktor bringt Spritzmittel auf ein Feld aus
Legende: Im Privatgarten verboten, in der Landwirtschaft erlaubt: Der Unkrautvertilger Bentazon. Keystone

Ins Trinkwasser gelangte das Gift über das Grundwasserpumpwerk Wilen. Die nachgewiesene Menge stelle kein Gesundheitsrisiko dar, teilten die Behörden im April mit. Weil die Belastung den gesetzlichen Höchstwert überschritt, sind dennoch Massnahmen nötig.

Das Interkantonale Labor in Schaffhausen hat inzwischen ermittelt, wo der Hauptteil des Grundwassers herkommt, das im Pumpwerk Wilen gefördert wird. Der sogenannte Zuströmbereich erstreckt sich in einem schmalen Streifen nach Norden bis in die Nähe des Dorfzentrums von Ramsen. Wegen des heissen und trockenen Sommers seien die Messungen aber noch mit einer Unsicherheit behaftet, schreibt das Interkantonale Labor.

Kartenausschnitt
Legende: Aus dem roten Bereich stammt etwas 90 Prozent des Grundwassers, das im Pumpwerk Wilen gefördert wird. Interkantonales Labor

Fachleute des Kantonalen Labors haben sich am Montag mit den Bauern getroffen, die das fragliche Land bewirtschaften. Zusammen mit dem Kanton und der Gemeinde soll nun eine Lösung für das Problem gesucht werden. Damit die Höchstwerte für das Gift wieder eingehalten werden, sollen die Bauern das Gift in nächster Zeit massvoll einsetzen oder sogar ganz darauf verzichten.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Ich hoffe, den betr. Bauern werden die Mehrkosten, welche der Gemeinde für die Ersatzbeschaffung von Trinkwasser währen der Zeit der Grenzwertüberschreitung entstehen, in Rechnung gestellt. Bauern sollen endlich merken, dass Gift spritzen ein Risiko darstellt, auch für sie selber!
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