Innovation oder Kalkül? Girod lässt andere über seine Stadtratskandidatur entscheiden

Gehts um die Grüne Zürcher Stadtratskandidatur, fällt sein Name häufig. Bastien Girod selbst will sich aber nicht festlegen. Deshalb soll dies nun die Parteibasis tun – nämlich im Internet. Ist Bastien Girod ein innovativer Politiker? Oder steckt gar Taktik dahinter?

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Bildlegende: Soll ich oder soll ich nicht? Bastien Girod lässt die Bevölkerung entscheiden, ob er Zürcher Stadtrat werden soll. Keystone

Soll er für den Zürcher Stadtrat kandidieren oder nicht? Der Grüne Bastien Girod lotet seine Chancen aus – mittels Online-Plattform. Die Parteibasis soll also die Entscheidung für ihn fällen. Eine spannende Idee, findet Politologe Mark Balsiger: «Girod geht keck und gewitzt vor. Er fragt die Basis und will damit herausfinden, ob er von ihr auch wirklich getragen wird.»

«  «Mit der Internetumfrage will ich die Stimmung der Basis einfangen» »

Bastien Girod
Nationalrat Grüne

Ob die Basis Bastien Girod trägt, ist allerdings nicht sicher. Der Nationalrat hat nämlich ein Problem: Er ist ein Mann. Und die Grünen haben mit Finanzvorsteher Daniel Leupi schon einen Mann im Stadtrat. Die Lösung für dieses Geschlechter-Problem sei nun die Internetumfrage: «Es ist ein wichtiges Anliegen und hat bei mir zu einer Verunsicherung geführt. Deshalb wollte ich innovativ sein und direkt bei der Basis nachfragen.»

Resultate sollen in rund zwei Wochen vorliegen. Girod ist sich allerdings bewusst, dass nicht nur die Grüne Basis an dieser Umfrage teilnehmen kann. Deshalb sagt er: «Mit der Internetumfrage will ich ein Bild gewinnen, die Stimmung fühlen.»