Gong am Bahnübergang in Samstagern wiederholt beschädigt

Die Südostbahn (SOB) hat genug. Das Warnsignal am Bahnübergang Dürsenen wurde wiederholt mutwillig «ruhig gestellt». Die SOB hat eine Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Die Täter könnten aus der Nachbarschaft stammen.

Der Bahnübergang Dürsenen in Samstagern Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Signalglocke am Bahnübergang Dürsenen ist wiederholt beschädigt worden. Waren es Anwohner? ZVG

Der Tatort ist immer derselbe: Am Bahnübergang unterhalb der Stationsstrasse in Samstagern wurde wiederholt der Gong derart manipuliert, dass er nicht mehr ertönte, wenn sich die Bahnschranken senkten. Die SOB hält deshalb in einer Mitteilung fest: «Auch sanierte Bahnübergänge können zur Gefahr werden, wenn von privater Seite Eingriffe vorgenommen werden.»

Wohl kein «klassischer» Vandalenakt

Es gebe zur Zeit noch keine Vermutung, wer hinter den Taten stecke, sagt SOB-Sprecherin Ursel Kälin. Es dürfte sich aber nicht um einen eigentlichen Vandalenakt handeln, wo es vor allem um Zerstörungswut geht. Naheliegender sei, dass sich Personen am Lärm störten. Kälin hält aber fest: «Bei unseren Sicherheitsanlagen kennen wir kein Pardon und haben deshalb Anzeige gegen Unbekannt eingereicht.»

Blick ins Innere der Signalglocke, die mit Zeitung vesrzopft wurde. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Signalglocke wird mal mit Zeitung verstopft, mal beschädigt oder weggebogen. ZVG

Die unbekannten Täter probierten jeweils verschiedene Techniken aus, um die Signalglocke zum Erstummen zu bringen. Und jedes Mal musste die SOB sie wieder herrichten. Der Bahnübergang Dürsenen in Samstagern werde nun häufiger von SOB-Angstellten überwacht. Der Bahn wäre aber auch gedient, wenn aufmerksame Passanten oder Anwohner verdächtige Handlungen beim Bahnübergang melden würden, meint Ursel Kälin.