Grossüberbauung Leutschenbach: 700 Wohnungen sollen entstehen

Die genauen Pläne der neuen Grossüberbauung in Zürich-Leutschenbach liegen vor. An der Thurgauerstrasse sollen 700 Wohnungen, eine Primarschule und ein Quartierpark entstehen. Das Areal soll ein lebendiges Quartier werden. Der Quartierverein ist aber skeptisch.

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Bildlegende: So soll die neue Grossüberbauung Leutschenbach aussehen. Eine Schule und eine grosszügige Parkanlage sind geplant. Stadt Zürich/Matthias Gnehm

Hochhäuser mit bis zu 20 Stockwerken und einer Höhe von siebzig Metern sollen an der Thurgauerstrasse in Zürich-Leutschenbach entstehen. 2'000 Menschen sollen in 700 gemeinnützigen Wohnungen Platz finden. Vorgesehen sind auch eine Schulanlage für 18 Klassen, zwei Kindergärten und ein Quartierpark. Dies zeigen die ersten Gestaltungspläne des Zürcher Hochbaudepartements, die am Freitag veröffentlicht wurden.

Das Areal an der Thurgauerstrasse ist mit rund 65 000 Quadratmetern eine der grössten Landreserven der Stadt Zürich. Das Landstück habe deshalb eine wichtige Bedeutung in der räumlichen Entwicklung von Zürich, sagt Cyrill Achermann vom Zürcher Hochbaudepartement. Man wolle eine grosse aber quartierverträgliche Dichte anstreben.

Quartierverein zeigt sich skeptisch

«Wir werden die Pläne genau anschauen», sagt Albert Frölich vom Quartierverein Seebach, «die neue Überbauung muss in die bestehenden Siedlungen integriert werden». Besonders die drei grossen Hochhäuser machen vielen Bewohnern im Quartier Sorgen. «Das Quartier wird viel urbaner. Einige befürchten eine zu grosse Bevölkerungsdichte.» Ausserdem werde die Sicht auf die Stadtgrenze von Opfikon/Glattbrugg durch die Hochhäuser abgeschnitten. Man werde nun bis zum 21. Dezember zum Projekt der Stadt Stellung nehmen.

Nach dem Inkrafttreten der Gestaltungspläne will die Stadt Zürich Architekturwettbewerbe durchführen. Wenn alles nach Plan läuft, werden die ersten Bewohner 2023 in die neue Überbauung einziehen.