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Zürcher Kantonsrat gibt sich mehr Lohn
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 27.01.2020.
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Grosszügige Lohnerhöhung Zürcher Parlament will sich nicht reinreden lassen

Die Kantonsrätinnen und Kantonsräte geben sich 60 Prozent mehr Lohn. Ohne das Volk zu fragen.

Der Zürcher Kantonsrat gönnt sich eine grosszügige Lohnerhöhung: Statt 24'000 Franken soll jedes Parlamentsmitglied bald 39'000 Franken brutto pro Jahr erhalten. Das sind rund 60 Prozent mehr Geld für die Parlamentsarbeit.

Doch nicht alle im Parlament waren damit einverstanden. Kritik kam am Montag aus der SVP. Einige aus der Fraktion wollten, dass das Volk über die Lohnerhöhung entscheiden kann. «Uns ist es wichtig, dass das Volk das letzte Wort hat», sagte SVP-Kantonsrat Urs Waser und setzte sich für ein fakultatives Referendum ein.

Doch eine Volksabstimmung über die Lohnerhöhung lehnte der Kantonsrat ab, denn dafür hätte das kürzlich verabschiedete Kantonsrats-Gesetz geändert werden müssen. «Ein politisch unanständiges Hauruckmanöver», sagte SP-Fraktionschef Markus Späth.

Schliesslich lehnte der Kantonsrat den Antrag der SVP ab. Und beschloss die erste Lohnerhöhung seit 20 Jahren, mit 122 zu 36 Stimmen.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Wenn man sich schon selbst solche Lohnerhöhungen zuschanzt, sollte man der Fairness halber auf des Gehalt für die Abwesenheit am Arbeitsplatz verzichten. Die Arbeitgeber würden entlastet und die Kantonsräte hätten ja ihren Gehaltsersatz.
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    1. Antwort von Ruedi Lais  (Ruedi Lais)
      Die allermeisten Kantonsratsmitglieder, welche irgendwo angestellt sind, müssen ihr Pensum um 20-40% reduzieren, weil der Kantonsrat 1.5 Tage pro Woche tagsüber arbeitet. Die Entschädigung (sie ist kein Lohn) muss den Lohnausfall decken. Nur noch wenige Arbeitgeber (z.B. Staat und Gemeinden) gewähren ihren Angestellten ein paar Tage pro Jahr für eine Behördentätigkeit.
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  • Kommentar von Ernst U. Haensler  (ErnstU)
    Parlamentarier erhalten neben dem fürstlichen Lohn auch viele Vergünstigungen wie zB Gratis Büroutensilien, Gratis-OeV u grosses Spesenkonto.
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  • Kommentar von Dani Keller  (¯\_(ツ)_/¯ ____)
    Kantonsrat Pensum max. 20%? Also ca. 200'000 auf ein Vollpensum gerechnet. Fürstliche Löhne die sich die Kantonsräte da selber zuschieben.
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    1. Antwort von Ruedi Lais  (Ruedi Lais)
      Ich bin seit 20 Jahren im Kantonsrat. Ausserhalb der Schulferien ist das Amt ein 40%-Pensum. Die Sitzungen sind allein schon 1.5 Tage pro Woche, und dazu kommen noch die Vorbereitungen (z.B. Gesetzesprojekte studieren oder selber Anträge formulieren, mit anderen Fraktionen verhandeln etc. etc.) Bisher kam ich auf einen Stundenlohn von netto ca. 25 Fr. Neu sind es netto ca. 40 Fr. Fürstlich??
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    2. Antwort von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Rechi)
      Herr Lais, vielleicht liegt es ja an der Effizienz. Wenn Die doppelt so schnell arbeiten ist der Stundenlohn Fr. 50, und das ist fürstlich.
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    3. Antwort von Martin Truska  (truschi)
      R.Lais: ich denke, es ist weniger die Frage nach der Erhöhung an sich. Obwohl 60% sogar in der Finanzwelt seinesgleichen suchen würde.
      Vielmehr überlegen ihre Lohnzahler immer noch, ob sie einen Büezer kennen, der nur schonmal 6% erhalten hätte.
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    4. Antwort von Ruedi Lais  (Ruedi Lais)
      Ich verstehe jeden, der sich über die 60% aufregt. Aber die Beträge sind nun seit 20 Jahren unverändert geblieben - es gab auch keinen Teuerungsausgleich -, was bei kaum jemandem in der Wirtschaft der Fall gewesen sein dürfte. Ausserdem werden jetzt endlich korrekte AHV-Abhaben geleistet und der pauschale Steuerabzug von ca. 12000 Fr. wird abgeschafft. Davon steht leider nichts in den Medien.
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