Kulturgeld vom Bund Happy End für das Zurich Film Festival

Die Veranstalter des ZFF können wohl aufatmen. Sie dürfen weiterhin mit Subventionen vom Bundesamt für Kultur rechnen. Dieses lässt durchblicken, dass es die Subventionen nicht streichen wird, obwohl das Festival neu der NZZ-Mediengruppe gehört.

Der britische Schauspieler Hugh Grant am diesjährigen Zürich Film Festival. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Stars wie Hugh Grant im Scheinwerferlicht – auch dank dem Bund: Das ZFF erhält wohl weiterhin Geld aus Bern. Keystone

Seit diesem Sommer gehört das Zürich Film Festival (ZFF) zur NZZ-Mediengruppe. Die grosse Frage, die sich auf diesen strategischen Schritt hin stellte: Dürfen Bund, Kanton und Stadt Zürich das ZFF unter diesen Umständen weiterhin finanziell unterstützen?

Stadt und Kanton Zürich gaben ihr Ja-Wort im November. Die Stadt bezahlt jährlich 350'000 Franken, der Kanton hat seinen Beitrag sogar aufgestockt – von 230'000 auf 268'000 Franken pro Jahr.

Und jetzt sendet auch das Bundesamt für Kultur (BAK) positive Signale. Ivo Kummer, Filmchef im BAK bestätigt, dass er mit dem ZFF in entsprechenden Verhandlungen stehe:

«  Uns geht es vor allem darum, dass das Festival inhaltlich unabhängig bleibt. »

Ivo Kummer
Filmchef Bundesamt für Kultur

Wichtig sei, so Kummer, dass die NZZ keinen Einfluss nehme auf die Filmauswahl und im Gegenzug auch frei sei, weiterhin kritisch über das ZFF berichten zu können.

Die ZFF-Macher konnten Kummer offenbar von ihrer Unabhängigkeit überzeugen. Mit der Unterzeichnung einer schriftlichen Erklärung sei die wichtigste Hürde auf dem Weg zu weiteren Subventionen genommen, sagt der Filmchef. Nun könne man über eine neue Leistungsvereinbarung in der Höhe von 250'000 Franken jährlich verhandeln. Dabei, so Kummer, dürften keine neuen Hürden auftauchen.