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Seltsame Postkartenaktion Herrliberg mit Minarett?

Der Islam nehme überhand, man bitte die Frauen deshalb, sich zu verschleiern: Diese Botschaft streut ein «Islamischer Zentralrat» auf Postkarten in der Zürichseegemeinde Herrliberg. Die Polizei sucht nach den Urhebern.

Dorf mit Minarett in der Mitte und Wappen
Legende: Herrliberg mit Minarett: Diese Postkarte landete in vielen Haushalten der Zürichseegemeinde. ZVG

«Höflich weisen wir darauf hin, dass wir nun bald in der Überzahl sind, auch bei Ihnen. (...) Wir möchten darum bitten, dass sich die Frauen wenn möglich verschleiern würden. (...) In diesem Sinne, Allahu Akbar!» So heisst es auf den Postkarten, die in den letzten Tagen in vier Schweizer Gemeinden auftauchten.

Fotomontage mit Gemeindewappen

Auf der Vorderseite zeigen die Postkarten eine Fotomontage des jeweiligen Dorfes mit dem Gemeindewappen und einem prominenten Minarett mitten drin. Neben Schwyz, Lachen und Eschenbach ist auch die Zürichseegemeinde Herrliberg von der Aktion betroffen, wie «Blick» und «Zürichsee-Zeitung» berichten.

Auf den Postkarten firmiert ein «Islamischer Zentralrat Herrliberg». Einen solchen gibt es allerdings nicht. Der Islamische Zentralrat der Schweiz IZRS seinerseits weist eine Urheberschaft der Postkarten klar von sich. Bei der Postkartenaktion handle es sich wohl um einen schlechten Scherz, mit der ein Schweizer Patriot Angst schüren wolle, mutmasst man beim IZRS.

Ich finde das Ganze nicht einmal einen Scherz, denn es ist absolut nicht originell.
Autor: Pius RüdisüliGemeindeschreiber Herrliberg

Für den Herrliberger Geeindeschreiber Pius Rüdisühli ist die Aktion nicht einmal ein Scherz, weil nicht originell. Anzeige will die Gemeinde nicht erstatten. Die Zürcher Kantonspolizei hat ohnehin Kenntnis von der Aktion und nimmt Ermittlungen auf, um die wahren Urheber der mysteriosen Postkartenaktion zu finden.

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