Hilfe für Todkranke Pallifon weniger gefragt als erwartet

Die Notfallnummer für sterbenskranke Menschen gibt es seit drei Jahren, ist aber noch zu wenig bekannt.

Symbolbild: Eine Frau mit Telefon am Ohr, Neben ihr ein Mann im Bademantel Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wenn Arzt und Spitex nicht erreichbar sind, kann vielleicht ein Anruf beim Pallifon weiterhelfen. Symbolbild ZVG Pallifon

Das Pallifon ist ein Angebot für sterbenskranke Menschen, die ihre letzten Tage nicht im Spital, sondern daheim verbringen wollen und die Menschen, die sie betreuen. Es existiert seit drei Jahren. Im Notfall ist es rund um die Uhr verfügbar und das Angebot ist kostenlos.

Gestartet war das Pallifon in der Region Zimmerberg, dem Knonauer-Amt und Teilen des Kantons Schwyz. Die Initianten rund um die Foundation Zürich Park Side hatten mit etwa 300 Anrufen pro Jahr gerechnet. Bis jetzt läutet das Notfalltelefon aber nur etwa 150 Mal pro Jahr.

«  Wir müssen die Leute permanent auf das Angebot hinweisen. »

Beat Ritschard
Geschäftsstelle Fondation Zürich Parkside

Beat Ritschard von der Stiftung Zürich Parkside erklärt Zahl damit, dass das Pallifon noch zu wenig bekannt ist. Die Initianten hätten aber nicht genug Geld für die nötige Werbung.

Trotzdem will das Pallifon expandieren. Der Dienst kann neu auch in den Kantonen Aargau und Zug genutzt werden und die Trägerschaft sei mit weiteren Regionen in Kontakt, sagt Beat Ritschard: «Wenn wir die Fallzahlen erhöhen können, wird der Dienst tendenziell günstiger.»

Das Angebot soll auch eine neue Trägerschaft bekommen. Laut Ritschard habe die Schweizerische Gesellschaft für Palliativpflege Interesse gezeigt. Das Ziel sei, dass das Notfalltelefon für schwer kranke Menschen und ihre Angehörigen in der ganzen Schweiz zur Verfügung steht.