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Dank Joggen fit für den Sitzungsmarathon - Heinz Schatt, der neue, höchste Zürcher
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Höchster Stadtzürcher «Arbeitstätige Gemeinderäte haben grosse Schwierigkeiten»

Heinz Schatt (SVP) heisst der neue Ratspräsident des Zürcher Gemeinderates. Vor dem 65-jährigen pensionierten Bauingenieur liegt ein strenges Jahr, muss er doch zusammen mit dem Rat eine lange Traktandenliste abarbeiten. Dazu sind jetzt auch wieder Doppelsitzungen bis 23:30 Uhr nötig.

Im letzten Amtsjahr wurden zwar über 180 Vorstösse behandelt, ein Viertel mehr als im Jahr zuvor. Gleichzeitig wurden aber gut 200 neue Vorstösse eingereicht. Die Pendenzenliste sei deshalb weiter angestiegen, heisst es in einer Mitteilung der Stadt.

Heinz Schatt (SVP) und Martin Bürki (FDP) der neue und der scheidende Ratspräsident des Zürcher Gemeinderates
Legende: Keine Stabübergabe, dafür ein Sack Sugus: Die Geheimwaffe, um lange Sitzungen zu überstehen. Keystone

Der Gemeinderat tagt öfters fast bis Mitternacht

Für Heinz Schatt ist klar: Es braucht längere Sitzungen, dazwischen gibt es eine Pause. «Wir werden Doppelsitzungen haben bis 23 Uhr 30.» Der Gewinn dabei: In der Pause könne man mit den Ratskolleginnen und -kollegen auch einmal über etwas anderes sprechen als über die Geschäfte im Rat.

Den Rat bringe das aber an seine Grenzen, bestätigt Heinz Schatt: «Alle Ratsmitglieder, die einer Arbeit nachgehen, haben grosse Schwierigkeiten, das wird immer wieder gesagt.» Er selbst habe es als Pensionierter gut und habe Zeit. «Ich kann mich vollständig auf das Ratspräsidium konzentrieren.»

«Ich hätte es locker noch ein Jahr weiter gemacht»

Martin Bürki (FDP) hat sein Amtsjahr hingegen hinter sich. Er hatte an seinem Amt so viel Freude, dass er gerne noch ein Jahr angehängt hätte: «Ich bin voll darin aufgegangen.» Er müsse aufpassen, nicht in ein Loch zu fallen.

In seinem Amtsjahr ist Martin Bürki nicht nur durch sein breites Berndeutsch aufgefallen, er verstand es auch, den Rat mit seiner lockeren und doch seriösen Art zu motivieren und zu disziplinieren.

Mit dem Gemeinderat aufs Love-Mobile

Der 48-jährige Wollishofer sah sich auch als Brückenbauer, stieg auch mal mit Gemeinderäten auf ein Love-Mobile, um ihnen die Street-Parade näher zu bringen, oder in einen Abwasserkanal. «Ich wollte durch einen Seitenwechsel ermöglichen, etwas anderes zu sehen und dadurch auch zu besseren Entscheidungen zu kommen.» Das Programm sei so erfolgreich gewesen, dass es weitergeführt werden soll.

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