Holz statt Kunststoff: Ersatz für gefährliche Ikea-Hütten

Die Stadt Zürich kann aufatmen: Für die Ikea-Hütten für Flüchtlinge, die beim Feuertest durchgefallen waren, dürfte eine Alternative gefunden sein. Die Unterkünfte für die 250 Flüchtlinge, die in der Messehalle Zürich untergebracht werden sollen, sollen aus Holz gebaut werden.

Ein Ikea-Häuschen als Notunterkunft für Flüchtlinge Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Beim Feuertest durchgefallen: Die Ikea-Notunterkünfte für Flüchtlinge sind zu gefährlich. Keystone

Am Freitagmorgen hatte die Stadt Zürich in der Messe Zürich die geplanten Unterkünfte für 250 Asylsuchende den Medien präsentiert. Am Nachmittag wurde das Projekt gestoppt: Tests hatten ergeben, dass die Ikea-Häuschen nicht feuerfest sind.

Noch am Freitag suchten die Verantwortlichen nach Alternativen, sagt Lars Mülli von der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich GVZ auf Anfrage des «Regionaljournals»: «Wir haben eine Lösung aus Holzwerkstoff ausgearbeitet.» Dabei handelt es sich um sogenannte Grobspanplatten - aus ihnen sollen nun die Unterkünfte in der Messehalle gebaut werden.

Musterhäuschen zur Abnahme bereit

«Von Holzwerkstoff wissen wir aus langjähriger Forschung und Erfahrung, wie er sich verhält», so Lars Mülli. Es seien auch schon genug Feuertests damit gemacht worden: «Da haben wir ein sehr gutes Gefühl.»

Am Montagnachmittag werden Vertreter der GVZ und der Asylorganisation Zürich AOZ ein erstes Musterhäuschen begutachten. Wird es freigegeben, sollte sich die Unterbringung von Asylsuchenden in der Messe Zürich nicht allzu sehr verzögern.