Horgen und Hirzel können heiraten

Horgen und Hirzel geben sich das Jawort, die Stimmberechtigten sagen Ja zu einer Fusion. Ewas deutlicher in Hirzel mit 79 Prozent, in Horgen sind es 59 Prozent. Im Vorfeld hatten vor allem die weit auseinanderliegenden Steuerfüsse zu reden gegeben.

Horgen (links) und Hirzel (rechts) auf einer Luftaufnahme Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die beiden sind jetzt ein Paar: Die Seegemeinde Horgen und das ländlich-hügelige Hirzel. Keystone/Montage SRF

  • Horgen und Hirzel fusionieren, die Stimmberechtigten sagen Ja. Als Konsequenz wird in Horgen der Steuerfuss um zwei bis drei Prozentpunkte steigen, heute liegt er bei 87 Prozent, in Hirzel bei 129. Als weitere Konsequenz der Fusion müssen die Sekundarschüler aus Hirzel zukünftig nach Horgen in die Sek. Die Sekundarschule in Hirzel wird geschlossen. Die Fusion der zwei Gemeinden wird auf den 1. Januar 2018 vollzogen.
  • Maur sagt deutlich Nein zum sogenannten Generationenprojekt Looren. In einer mehrstufigen Vorlage konnten sich die Stimmbürger zu verschiedenen Modulen äussern. Ausser der Sanierung des Sekundarschulhauses schaffte kein Modul mehr als einen Ja-Anteil von 43 Prozent. Der Gemeinderat sei sehr froh darüber, dass wenigstens das Kernmodul der Vorlage realisiert werden könne, lässt sich Gemeindepräsident Roland Humm in einer Mitteilung der Gemeinde zitieren. Leider sei aber es nicht gelungen, eine Mehrheit der Bevölkerung vom Gesamtprojekt zu überzeugen. Für die Sanierung des Sekundarschulhauses legten 58 Prozent ein Ja in die Urne. Die Stimmbeteiligung lag bei 60 Prozent.

Weitere Abstimmungsresultate aus den Gemeinden

  • Dietikon erhält einen neuen Schulpavillon. Die Stimmberechtigten bewilligen den Kredit von fünf Millionen Franken.
  • Horgen lehnt in einer Grundsatzabstimmung Projekte für ein neues Hallenbad ganz knapp ab. Zur Debatte standen die Variationen Sportbad oder Familienbad. Im Stichentscheid gaben die Horgemer zwar dem Familienbad den Vorzug, in der konkreten Abstimmung gab es jedoch nur 2586 Ja-Stimmen, gegenüber 2743 Nein.
  • Illnau-Effretikon lehnt sowohl die Volksinitiative «Wohnen für alle» als auch den Gegenvorschlag dazu deutlich ab.
  • Oetwil am See erhält ein neues Schulhaus und einen neuen Kindergarten. Die Stimmberechtigten sagen Ja zu einem Kredit von 3,7 Millionen Franken.
  • In Richterswil schicken die Stimmberechtigten ein Projekt für ein Begegnungszentrum bachab. Sie lehnen einen Kredit von rund vier Millionen Franken für den Umbau der sogenannten Remise und des Seebads ab.
  • Stein am Rhein hat einen neuen Gemeindepräsidenten gewählt: Er heisst Sönke Bandixen und wurde mit 760 Stimmen gewählt. Sein Konkurrent Ueli Böhni kam auf 577 Stimmen. Der parteilose Bandixen wird Nachfolger von Claudia Eimer, ebenfalls parteilos.
  • In Steinmaur gibt es keine grössere Schule. Die Stimmberechtigten lehnten zwei Vorlagen ab, die eine hätte eine Schulerweiterung vorgesehen die andere zusätzlich noch eine Turnhalle.
  • Uitikon erhält einen Ortsbus zum Bahnhof Schlieren. Die Stimmbevölkerung sagt Ja zu einem Kredit von 2,4 Millionen und stimmt so einem vierjährigen Probebetrieb zu. Die Zustimmung fiel eher knapp aus: 954 sagten Ja, 839 waren dagegen. Damit der Bus definitiv ins ZVV-Netz übernommen werden kann, muss er einen Kostendeckungsgrad von 30 Prozent erreichen.
  • Die Zolliker wollen nichts wissen von einer Wald- und Landschaftskommission. Sie lehnen eine entsprechende Initiative deutlich ab.