Höchster Schaffhauser «Ich lasse gerne mal einen faulen Spruch fallen»

Seit 17 Jahren sitzt der FDP-Politiker Thomas Hauser im Schaffhauser Kantonsrat. Nun ist er mit einem Glanzresultat zum Kantonsratspräsidenten gewählt worden. Hauser ist pensionierter Sekundarschullehrer. Den Rat im Lehrerstil führen kommt für ihn aber nicht in Frage.

Mann mit grauen Haaren, Brille, beigem Jacket und blauem Hemd. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der pensionierte Sekundarschullehrer Thomas Hauser ist neu höchster Schaffhauser. SRF

Mit 58 von 60 Stimmen ist Thomas Hauser am Montagmorgen als neuer Kantonsratspräsident gewählt worden. Der 68-Jährige sitzt bereits seit 17 Jahren im Kantonsrat – seit acht Jahren für die FDP, vorher für den Landesring der Unabhängigen.

Dies sei der Höhepunkt seiner Karriere, sagt Hauser gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Es sei ein ehrenvolles Amt. Danach will er kein politisches Amt mehr ausüben: «2020 finden sie sich mich auf keiner Wahlliste mehr».

Den Rat effizient führen, aber nicht dirigieren

Hauser ist pensionierter Sekundarschullehrer. Er will den Rat aber nicht als Lehrer führen. Dies sei verpönt. «Ich will nicht das jemand ruft: Schau, der alte Lehrer kommt hervor.» Hauser will den Schaffhauser Kantonsrat effizient führen aber nicht dirigieren. «Die Leute beeinflussen und ihnen sagen, was sie sagen sollen, das geht gar nicht.»

«  Man muss den Rat effizient führen, aber nicht dirigieren. »

Thomas Hauser
Präsident Schaffhauser Kantonsrat

Es werde ihm aber nicht schwer fallen, nicht mehr mitzureden, so Hauser. Damit habe er auch 2008 kein Problem gehabt, als er Präsident des Grossen Schaffhauser Stadtrats war. «Ich werde einfach ab und zu einen faulen Spruch fallen lassen, das gehört zu mir.»