In der Schaffhauser Tourismusförderung droht ein Stellenabbau

Der Schaffhauser Kantonsrat hat zwar verhindert, dass es am 1. Januar 2014 kein Tourismusgesetz mehr gibt. Das Parlament hat aber den Kantonsbeitrag, den man ursprünglich erhöhen wollte, nochmals gekürzt. Statt einer halben Million gibt es nur noch 450'000 Franken. Weitere Kürzungen sind möglich.

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Bildlegende: Bei der touristischen Vermarktung der Schaffhauser Sehenswürdigkeiten (wie dem Rheinfall) soll gespart werden. Keystone

Das Schaffhauser Kantonsparlament hat eingewilligt, dass das bestehende Tourismusgesetz um zwei weitere Jahre verlängert wird. Es wäre Ende 2013 ausgelaufen - ohne dass ein neues Gesetz in Kraft treten kann. Dieses neue Gesetz hatte der Kantonsrat im August verworfen. Umstritten ist nämlich, was die Tourismusförderung einerseits bringt und andererseits, ob sie sich der finanziell angeschlagene Kanton überhaupt leisten kann.

Angst vor weiteren Kürzungen

Nun hat das Parlament für die Übergangsregelung den jährlichen Kantonsbeitrag auf maximal 450'000 Franken gekürzt. Bisher waren es 500'000 Franken.

Beat Hedinger, der als FDP-Kantonsrat und Geschäftsführer von «Schaffhauserland Tourismus» in den Ausstand trat, zeigte sich alles andere als glücklich darüber. Es sei gut möglich, dass es nun weitere Kürzungen gebe. Dann nämlich, wenn die Gemeinden, Hotels und Restaurants, die bisher freiwillig einen Beitrag leisten, dem Beispiel des Kantons folgten.

In diesem Fall müsste «Schaffhauserland Tourismus» Personal abbauen, sagte Hedinger zum «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»: «Wir müssen uns nun nach der Decke strecken.» Zu Kündigungen komme es noch nicht. Eine Streichung von Arbeitsplätzen könnten aber bei der Budgetierung für das nächste Jahr blühen.