In Schlieren ist Wohnraum so knapp wie noch nie

Der Bestand an Leerwohnungen lag Anfang Juli bei 0,3 Prozent. Damit ist in Schlieren die Wohnungsnot ähnlich gross wie in der Stadt Zürich.

Neue Wohnbauten mit blau verkleideten Balkonen, im Hintergrund ragen Kräne in den Himmel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Schlieren wird viel gebaut – das Angebot kann die Nachfrage trotzdem kaum decken. Google Streetview

Ein Leerwohnungsbestand von 0,3 Prozent, das heisst: Anfang Juli waren in Schlieren von über 8400 Wohnungen nur etwa 30 zur Vermietung ausgeschrieben. Zu den wenigen leerstehenden Wohnungen zählen sowohl Neubauwohnungen als auch Bestandeswohnungen, teilt die Stadt Schlieren mit. Damit ist die Leerwohnungsquote in Schlieren ähnlich tief wie in der Stadt Zürich. Dort lag der Leerwohnungsbestand schon vor einem Jahr bei lediglich 0,22 Prozent.

Starkes Wachstum der Bevölkerung

Schlieren ist in den letzten Jahren rasant gewachsen und hat auch einen Imagewandel hinter sich. «Schlieren wird heute auch als Wohnstadt und nicht nur als Arbeitsstadt wahrgenommen», erklärt Standortförderer Albert Schweizer den Boom. In den letzten Jahren entstanden im Durchschnitt 200 neue Wohnungen. Diese konnten jeweils nur für kurze Zeit den Druck im Wohnungsmarkt abschwächen.

Knappes Angebot nicht nur in Schlieren

Für Menschen, die im Limmattal eine Wohnung suchen, sei die Lage schwierig, da auch in den umliegenden Gemeinden das Angebot ähnlich knapp sei, stellt Toni Brühlmann, der Stadtpräsident von Schlieren, fest. Unter anderem wegen der grossen Nachfrage nach Wohnraum sei Bauland für Mehrfamilienhäuser heute mindestens doppelt so teuer wie noch vor zehn Jahren.

Rückläufig sei auch das Angebot an Gewerbeflächen, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Leerstand sei innerhalb eines Jahres von 23'000 m2 auf 18'000 m2 gesunken. Diesen Umstand wertet Schlieren als erfreulich. Insbesondere der boomende Wirtschaftszweig der Biotechnologie habe dazu beigetragen.