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Interreligiöse Freundschaft Ehrung für Zürcher Imam und Zürcher Rabbiner

Im Beisein von Bundespräsident Alain Berset wird am 29. Mai erstmals der Dialogpreis der Schweizer Juden verliehen.

Legende: Video Ehrung für Zürcher Imam und Zürcher Rabbiner abspielen. Laufzeit 5:10 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 29.05.2018.

Der Dialogpreis geht an insgesamt vier Personen, die alle einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und religiösen Frieden in der Schweiz leisten. Die christlichen, jüdischen und muslimischen Preisträger stammen aus der Deutschschweiz und der Romandie und haben dort insbesondere den Austausch zwischen jüdischen und nichtjüdischen Jugendlichen gefördert.

Preisträger sind unter anderem ein Rabbiner und ein Imam aus Zürich. Sie werden für ihren religiösen Dialog und ihre Arbeit mit jüdischen und muslimischen Jugendlichen geehrt.

Gemeindemitglieder sollen offen miteinander umgehen

Der Dialogpreis sei für sie ein Zeichen, dass sie den richtigen Weg gehen. «Wir zeigen, dass ein solcher Austausch möglich ist, dass sogar eine Freundschaft untereinander möglich ist. Das brauchte anfangs etwas Mut, aber es ist möglich», sagt Noam Hertig, der 33-jährige Gemeinderabbiner der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich.

Imam Muris Begovic betont die Vorbildfunktion, die sie beide hätten: «Der offene und tolerante Umgang untereinander soll nicht bei uns beiden aufhören, sondern auch in und ausserhalb unserer Gemeinden gelebt werden.»

Zeichen gegen die Radikalisierung

Der 37-jährige Imam der Bosnischen Moschee Schlieren gründete vor sechs Jahren ein jährlich stattfindendes Lager für muslimische Jugendliche. Die jungen Leute sollten trotz unterschiedlicher Herkunft zu einer Gemeinschaft heranwachsen und einen offenen Umgang mit anderen Religionen lernen. Dies verstehe er auch als Zeichen gegen die Radikalisierung, so der Imam.

Mehrmals im Jahr organisieren der Imam und der Rabbiner gemeinsame Anlässe für muslimische und jüdische Jugendliche. Durch den ständigen religiösen Austausch seien sie Freunde geworden, so der Rabbiner.

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