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Zürich Schaffhausen Jacqueline Fehr zieht für SP in Regierungs-Wahlkampf

Die Zürcher Nationalrätin Jacqueline Fehr soll im Frühling 2015 für die SP den Sitz der nicht mehr antretenden Regierungsrätin Regine Aeppli verteidigen. Die 51-Jährige zieht damit an der Seite des amtierenden Sicherheitsdirektors Mario Fehr in den Regierungsrats-Wahlkampf.

SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr.
Legende: Die SP-Delegierten entschieden sich für Jacqueline Fehr unter anderem wegen ihrer grosse politischen Erfahrung. Keystone

SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr will den Platz von Regierungsrätin Regine Aeppli im Kanton Zürich. Aeppli will im Frühling 2015 nicht mehr antreten. Fehr zieht damit an der Seite des amtierenden Sicherheitsdirektors Mario Fehr in den Regierungsrats-Wahlkampf.

Vier Kandidatinnen

Der SP-Delegiertenversammlung stellten sich in Winterthur vier Politikerinnen zur Wahl. Die Delegierten entschieden sich gleich im ersten Wahlgang für die 51-Jährige als neue Regierungsratskandidatin. Bei einem absoluten Mehr von 85 Stimmen erzielte sie deren 95. Die Mitkandidierenden, Nationalrätin Chantal Galladé und Kantonsrätin Sabine Sieber Hirschi, kamen nur auf je 19 Stimmen, Kantonsrätin Priska Seiler erhielt 37 Stimmen. Zu Gunsten von Jacqueline Fehr wurde in der Diskussion unter anderem ihre grosse politische Erfahrung genannt. Zudem spreche sie auch Nicht-SP-Wähler an.

Jacqueline Fehr hatte ihre politische Karriere 1990 als Mitglied des Winterthurer Stadtparlaments begonnen, wurde 1991 in den Kantonsrat gewählt und rückte 1998 in den Nationalrat nach. Sie gilt als politisch beschlagen, aber nicht immer einfach im Umgang. Die Gründerin und Inhaberin des atelier politique wohnt in Winterthur und ist Mutter zweier erwachsener Söhne.

Unumstrittene Bestätigung für Mario Fehr

Mario Fehr wurde mit Akklamation für die erneute Kandidatur bestätigt. Der 56-Jährige ist seit 2011 Mitglied der Zürcher Kantonsregierung, wo er der Sicherheitsdirektion vorsteht. Ausser der Verteidigung beider Regierungsratssitze strebt die SP ZH an, bei den Wahlen ins Kantonsparlament zuzulegen. Zudem sprach Parteipräsident Daniel Frei die nationalen Wahlen vom Herbst 2015 an. Hier kämpfe die SP für den Wiedereinzug in den Ständerat – «nach über 30 Jahren Abstinenz». Zudem strebe die Partei einen achten Nationalratssitz an.

Bisher drei neue Kandidierende

Zu den Wahlen am 12. April 2015 treten zwei amtierende Regierungsratsmitglieder nicht mehr an: SP-Bildungsdirektorin Regine Aeppli und die freisinnige Finanzdirektorin Ursula Gut. Wen die FDP im Kampf um ihren Sitz ins Rennen schickt, entscheiden die Delegierten am kommenden Donnerstag.
Die CVP ihrerseits will den 2011 an die Grünen verlorenen Sitz zurückerobern. Die Partei hob bereits Anfang April die 56-jährige Juristin und Kantonsrätin Silvia Steiner auf den Schild. Auch die EVP tritt zu den Wahlen an: Sie schickt den 44-jährigen Winterthurer Stadtparlamentarier Nik Gugger ins Rennen.

Die Zürcher Kantonsexekutive setzt sich gegenwärtig zusammen aus je zwei Vertretern von SP (Mario Fehr, Regine Aeppli), FDP (Thomas Heiniger, Ursula Gut) und SVP (Markus Kägi, Ernst Stocker) sowie einem Grünen (Martin Graf).

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Jack White, Oxford
    Jacqueline Fehr hat nach typischem "Major Pfister Prinzip" diese interne SP Wahl gewonnen. Ja sie ist ja auch die Vizepraesidentin der SP Schweiz und ist die einzige Bundesratspartei welche fuer einen Beitritt in die EU ist. Obwohl die ganze EU in einer schweren Krise steht und es eine Frage der Zeit ist bis der Euro bankrottiert werden muss. Wer nicht weiss was "Major Pfister Prinzip" ist sollte google'n gehen.
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  • Kommentar von Edi Steinlin, Zürich
    Nachdem Frau Aeppli, die als echte Sozialistin im Zürcher Seefeld 2 Wohnungen für zwei Millionen gekauft hat, den Bogen als Regierungsrätin deutlich überspannt hat, bringt die SP nun Frau Fehr. Wie sagt der Volksmund so schön, "es kommt nichts besseres nach".
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  • Kommentar von R.Anderegg, Zürich
    Eine graue Maus ersetzt die nächste. Die SP muss eh darauf gucken, dass sie mit sinkenden Wähleranteil überhaupt noch zwei Regierungsräte in Zürich stellen darf.
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