Jagdschiessanlage Bülach: Zürcher Kantonsrat gibt grünes Licht

Embrach, Pfäffikon, Meilen - dort üben die Jäger heute ihre Kunst. An allen drei Orte sind die Schiessanlagen mit Blei verseucht und müssen saniert werden. Die Jäger sollen in Zukunft nur noch an einem Ort trainieren: in Bülach. Der Widerstand ist dort allerdings schon angekündigt.

Blick in die Kiesgrube Widstud. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In dieser Kiesgrube bei Bülach soll die neue Jagdschiessanlage entstehen. zvg

Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag für die geplante Jagdschiessanlage  «Widstud» in Bülach den Weg freigemacht. Er hat den Standort im Richtplan verankert - allerdings mit einer Auflage: Sportschützen dürfen höchstens 25 Prozent der Schüsse in der neuen Anlage abfeuern. Dies hatte die SP mit einem Minderheitsantrag verlangt. Der Rat stimmte diesem knapp mit 86 zu 84 Stimmen zu.

Üben ja - aber nicht bei uns

Abgelehnt wurde ein Minderheitsantrag der SVP. Sie wollte erreichen, dass die Jagdschiessanlage in Embrach weiter betrieben wird, bis die neue Anlage in Bülach den Betrieb aufnimmt. Das kann nämlich noch länger dauern. In Bülach hat sich bereits Widerstand gegen die Jagdschiessanlage «Widstud» formiert. Anwohner sammelten über 4000 Unterschriften, weil sie übermässigen Lärm befürchten.

Ein Rechtsstreit ist auch um die alte Anlage in Embrach im Gang. Dort fordern Naturschützer, dass der Schiessbetrieb in der geschützten Auenlandschaft eingestellt wird, wenn die Konzession im nächsten Jahr abläuft.

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