Jahresarbeitszeit auch für Lehrerinnen und Lehrer

Die Jahresarbeitszeit für Lehrerinnen und Lehrer und eine klarere Trennung von Arbeitszeit für Schule, Weiterbildung und Zusammenarbeit mit Eltern und Behörden: Das bringen die Gesetzesänderungen, über die das Zürcher Kantonsparlament diskutiert hat. Das sei nur Bürokratie, kritisieren die Gegner.

Ein Lehrer mit blauem Heft vor einer Wandtafel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auch Elterngespräche und Bibliotheksbetreuung sollen neu zur Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer zählen. Keystone

Das Thema Lehrer-Arbeitszeit beschäftigt das Zürcher Kantonsparlament schon seit Jahren. Am Montag hat es nun eine Gesetzesänderung beraten, welche den Lehrerinnen und Lehrern helfen soll, ihre vielen Aufgaben besser in der Arbeitszeit abzubilden.

1932 Stunden sollen Lehrerinnen und Lehrer im Kanton Zürich pro Jahr arbeiten, das entspricht einer 42-Stunden-Woche und stellt die Lehrerinnen und Lehrer den anderen kantonalen Angestellten gleich. So will es der neue Berufsauftrag. Dazu wird der Aufwand für das Kerngeschäft «Unterricht» klarer getrennt von weiteren Aufgaben wie Besprechungen mit Schulleitung oder Eltern, Weiterbildung oder auch Organisatorisches.

Transparenz vs. Bürokratie

«Das schafft Transparenz und Vergleichbarkeit», sagte der Grüne Ralf Margreiter, Präsident der zuständigen Kommission, bei der Diskussion im Parlament.

Und: «Damit wird im Gesetz nachvollzogen, was bereits gelebt wird.» Die SVP und die Grünliberalen kritisierten hingegen, die Vorlage sei «ein weiterer Schritt in Richtung bürokratische Administration».

Den Antrag der Gegner, das Gesetz gar nicht zu besprechen, wies der Kantonsrat klar ab. Das Gesetz wurde durchdiskutiert, kommt für die Schlussabstimmung nach den Sommerferien erneut vor das Parlament.

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