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Historische Gleise in Bubikon: Mit Volldampf in die Zukunft?
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 25.02.2020.
abspielen. Laufzeit 02:05 Minuten.
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Kampf um historische Gleise In Bubikon soll wieder eine Dampflok fahren

Sie sind Überbleibsel von tollkühnem Unternehmergeist: die letzten Gleise der Uerikon-Bauma-Bahn. Der Tösstaler Unternehmer Adolf Guyer-Zeller baute die Bahn um 1900, es war der Versuch, seine abgelegene Textilfabrik in Neuthal an die grosse weite Welt anzubinden. Die Eröffnung 1901 erlebte er selbst nicht mehr.

Wolfhuuser Bahn vor dem Buebiker Haus
Legende: Bis vor fünf Jahren gab es noch regelmässig nostalgische Bahnfahrten in Bubikon zvg

Einst der Anschluss an die grosse weite Welt

Ein Teilstück der Bahnstrecke, von Bauma nach Hinwil, wird heute noch vom Dampfbahn-Verein Zürich Oberland für Nostalgiefahrten genutzt. Ein drei Kilometer langes Teilstück zwischen Bubikon und Wolfhausen ist hingegen praktisch stillgelegt. Und diesem droht nun das endgültige Ende, wie Martin Killlias, Präsident des Zürcher Heimatschutzes sagt.

Es sind interessante Zeugen einer bestimmten Entwicklung der Verkehrswege.
Autor: Martin KilliasPräsident Zürcher Heimatschutz

Die Gemeinde Bubikon wolle das Land verkaufen. Gegen die technische Voraussetzung dafür, eine Umbuchung des Landes vom Verwaltungs- ins Finanzvermögen, rekurriert nun der Heimatschutz. Heute würden alle historischen Wege geschützt, sagt Killias, warum nicht auch Bahngeleise? Es seien wichtige, historische Zeugen.

Mit der eigenen Bahn an die Chilbi

Der Präsident des Dampfbahn-Vereins Zürich Oberland, Hans-Ueli Leemann, wäre sofort dabei, die Strecke wieder zu befahren – vorausgesetzt, der Heimatschutz übernehme die Finanzen. Bis vor fünf Jahren hätten sie die Strecke regelmässig genutzt, bis die SBB die Weiche auf die historischen Gleise kappte. Sie hätten zum Beispiel die Bewohner vom Ortsteil Wolfhausen mit der Dampflok an die Buebiker Chilbi gefahren: «Die Gemeinde hat uns damit beauftragt, das ging den ganzen Tag hin und her.» Dazu kamen Extrafahrten, zum Beispiel für Hochzeiten.

Falls der Heimatschutz sagt, er übernehme die Finanzen, würden wir ohne Probleme wieder einsteigen.
Autor: Hans-Ueli LeemannPräsident Dampfbahn-Verein Zürich Oberland

Voraussetzung wäre natürlich, dass der Rekurs des Heimatschutzes Erfolg hat und dass die SBB die Weiche wieder einrichtet, die vom Bahnhof Bubikon auf die historischen Gleise führt. Als nächstes befasst sich der Bezirksrat Hinwil mit dem Rekurs. Die Gemeinde Bubikon selbst, wollte auf Anfrage nichts sagen. Nur so viel: Offiziell hätten sie noch keine Kenntnis vom Rekurs.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 06:31 Uhr, kerf

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