Kanton prüft Numerus Clausus für Zürcher Fachhochschulen

Der Kanton Zürich muss sparen – auch in der Bildung. Die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner hat an der Budgetdebatte deshalb laut über eine Zulassungsbeschränkung für Fachhochschulen nachgedacht. Diese reagieren gelassen, lehnen aber einen Numerus Clausus für alle Fächer ab.

Studenten im Hörsaal Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Müssen sie bald eine Prüfung bestehen, um an einer Zürcher Hochschule studieren zu dürfen? Studentinnen an der ZHAW. ZHAW

Zu viele junge Männer und Frauen würden an den Zürcher Fachhochschulen studieren. Das koste zu viel, monierten SVP-Politiker in der Budgetdebatte im Zürcher Kantonsrat anfangs Dezember.

Teilweise Unterstützung erhielten sie von oberster Stelle, von Bildungsdirektorin Silvia Steiner (CVP). Diese sagte damals wörtlich: «Im Rahmen der Leistungsüberprüfungen denken wir laut über einen Numerus Clausus für Fachhochschulen nach.»

Nicht einschränken, wo ein Fachkräftemangel herrscht

Betroffen davon wäre in erster Linie die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW in Winterthur. Sprecherin Franziska Egli Signer nimmt die Ankündigung der Bildungsdirektorin gelassen. Für viele Studiengänge gebe es bereits eine Zulassungsbeschränkung. «Zum Beispiel in den Fächern Gesundheit, angewandte Psychologie und Soziale Arbeit.»

Generell soll der Kanton aber keine Einschränkungen vornehmen, wieviele Studentinnen und Studenten an die ZHAW dürfen. «Gerade bei den MINT-Fächern, bei denen bekanntlich ein Fachkräftemangel herrscht, sollte man keine Beschränkungen vornehmen», findet Franziska Egli Signer.