Kantonsrat kritisiert Stadt Zürich wegen Unispital massiv

Das Zürcher Universitätsspital erhält vom Kantonsparlament viel Lob für die Umstellung auf die Fallpauschalen. Die Stadt Zürich erntet aber massive Kritik. Bürgerliche Kantonsräte werfen ihr vor, den geplanten Neubau des Universitätsspitals zu verzögern.

Ambulanz fährt bei Nacht vor dem Universitätsspital vor Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein gemeinsames Herzzentrum im Unispital: Die Stadt Zürich soll endlich mitmachen, findet der Kantonsrat. Keystone

Der Jahresbericht des Zürcher Universitätsspitals gab im Kantonsrat Anlass zu Grundsatzdiskussionen. Das Spital habe die Umstellung auf die Fallpauschalen zwar gut gemeistert und das Jahr 2012 sogar mit einem kleinen Plus abschliessen können, lobte der Rat. Der Blick in die Zukunft sei jedoch getrübt.

Der dringend nötige Um- und Ausbau des Universitätsspitals komme nicht vom Fleck, kritisierte die bürgerliche Ratsseite und machte die Stadt Zürich dafür verantwortlich. Diese habe die Baubewilligung für den ersten Ausbauschritt noch immer nicht erteilt.

Seit anderthalb Jahren warte das Universitätsspital auf die Baubewilligung, noch länger zu warten, könne sich das Spital nicht erlauben, sagte FDP-Kantonsrat Urs Lauffer. SVP-Kantonsrat Willy Haderer sprach sogar von «Überheblichkeit» und «Selbstüberschätzung» der Stadt Zürich. Auch auf der linken Ratsseite hofft man, die Stadt erteile die Baubewilligung im denkmalgeschützten Park des Universitätsspitals möglichst bald.

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