Kantonsratswahlen 2015: Die SVP

Die erfolgsverwöhnte Zürcher SVP musste vor vier Jahren Federn lassen: Sitzverluste im Parlament bei den Wahlen, Schlappe im Rennen in den Ständerat. Umso lauter politisierte sie im Kantonsrat. Die Verschärfung der Sozialpolitik und die Finanzpolitik waren ihre grossen Themen.

Jasskarten aber mit dem Aufdruck «SVP» und ihrem bekannten «Sünneli» Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Zürcher Wahlen 2015 sind für die SVP kein lockeres Spiel: Sie wollen zwei Sitze zurückgewinnen. Keystone

  • Wähleranteil 2011: 29,6 Prozent (2007: 30,5)
  • Sitze im Kantonsrat: 54 (2007: 56)
  • Regierungsräte: Ernst Stocker (Volkswirtschaft), Markus Kägi (Bau)
  • Wahlslogan: Stabilität und Sicherheit

Ein Zuckerschlecken waren die vergangenen vier Jahre für die SVP Zürich nicht, im Gegenteil. Ihr «Sünneli» verschwand häufig hinter dicken Wolken: Zwei Sitze im Parlament weniger, kein Einzug ins Stöckli mit dem Christoph Blocher, dann noch Christoph Mörgeli, der über Doktorarbeiten stolperte und als Leiter des medizinhistorischen Museums an der Uni Zürich entlassen wurde.

Stets laut, aber nicht immer erfolgreich

Die SVP Zürich hatte mehr als einen Skandal am Hals - aber sie liess sich davon nicht beirren. Sie kehrte sozusagen den Spiess um und machte nicht selten den Skandal zum Programm ihrer politischen Arbeit im Parlament. So forderte sie lautstark eine Verschärfung der Sozialpolitik, die Rückkehr zur alten Vormundschaftsbehörde oder einen härteren Umgang mit jugendlichen Straftätern.

Die SVP musste aber trotz bürgerlicher Mehrheit im Parlament auch Niederlagen einstecken. Sie verlor beispielsweise bei der Abschaffung der Härtefallkommission und - wie die FDP - mehrere Steuervorlagen. Die SVP Zürich hofft, dass die bürgerliche Mehrheit mit den Wahlen gestärkt wird. Ihr Wahlziel: Die zwei verlorenen Sitze wieder zurückgewinnen.