Karl der Grosse - «Eine visionäre Persönlichkeit»

Karl der Grosse (748 - 814) war vermutlich nie in Zürich. Trotzdem entwickelte sich über die Jahre in Zürich ein wahrer Kult um den Kaiser. Nun erforscht das Landesmuseum in Zürich den Mann, der den Euro erfand.

Karl der Grosse mit Bügelkrone - ein Ölbild von 1514. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Karl der Grosse mit Bügelkrone - ein Ölbild von 1514. ZVG Stiftung Deutsches Historisches Museum, Berlin

Karl der Grosse sei eine visionäre Persönlichkeit gewesen, sagt Kuratorin Christine Keller. Der Kaiser habe Europa geformt und Bildung und Gesellschaft reformiert.

Kellers Ausstellung «Karl der Grosse und die Schweiz» soll zu seinem 1200. Geburtstag die Nachwirkungen seiner Reformen auf das kulturelle Erbe aufzeigen.

Erfinder des Euro

Karl der Grosse liess eine neue einheitliche Schrift einführen, die die Basis für die heutigen Druckschriften bildet. Er gründete Schulen, baute Klöster und regelte das Leben der Mönche. Ausserdem schaffte der Kaiser die Goldmünze ab und schuf mit dem silbernen Denar eine Einheitswährung, also praktisch den «ersten Euro».

Liess er das Grossmünster bauen?

Ob Karl der Grosse selbst je in Zürich war, ist nicht belegt. Doch zahlreiche Legenden betonen die besondere Beziehung Karls zu Zürich. So habe er angeblich das Grossmünster bauen lassen, nachdem man dort die Gebeine der Stadtheiligen Felix und Regula gefunden habe.

Die Ausstellung «Karl der Grosse und die Schweiz» ist vom 20. September bis 2. Februar 2014 im Landesmuseum Zürich zu sehen.