Katrin Bernath: «Ich bin überrascht, erfreut und sehr dankbar»

Bei den Schaffhauser Stadtratswahlen erobert die Grünliberale Katrin Bernath den Sitz der FDP. Sie schlägt ihren Konkurrenten Diego Faccani deutlich. Die bisherigen Stadträte wurden problemlos wiedergewählt.

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Bildlegende: Die Energiepolitikerin Katrin Bernath hat es geschafft. Sie ist neue Schaffhauser Stadträtin. Katrin Bernath

6095 Stimmen hat die grünliberale Kandidatin Katrin Bernath geholt. Damit eroberte sie sich bei den Stadtratswahlen den vierten Platz, noch vor dem bisherigen SVP-Finanzreferenten Daniel Preisig. Ihren Konkurrenten, Diego Faccani (FDP), distanzierte sie deutlich. Er holte nur 4642 Stimmen.

Stadtpräsident Peter Neukomm (SP) machte das beste Resultat, dahinter folgen Simon Stocker (AL) und Raphaël Rohner (FDP). Die FDP hat es damit verpasst, ihren zweiten Sitz nach dem Rücktritt von Bildungsreferent Urs Hunziker zu verteidigen.

«  Der Stadtrat rutscht mit mir nicht nach links. Wir werden immer um Lösungen ringen. »

Katrin Bernath
neue GLP-Stadträtin

«Ich bin überrascht, dass das Resultat derart deutlich ist», sagte Katrin Bernath kurz nach ihrer Wahl im Interview mit dem «Regionaljournal». Sie sei aber auch sehr erfreut und vor allem dankbar. Zu verdanken habe sie ihren Sieg auch der Unterstützung anderer Parteien. So hat die SP etwa auf eine eigene Kandidatur verzichtet.

Von einem Linksrutsch will Katrin Bernath nicht sprechen. Vor eineinhalb Jahren verlor die ÖBS nach dem Rücktritt von Thomas Feurer ihren Sitz. Nun habe sie als Grünliberale den Sitz zurück erobert. Katrin Bernath will sich weder als links, noch als bürgerlich bezeichnen. «Wir müssen im Stadtrat um Lösungen ringen», findet sie.

«  Nun werden wir Bürgerlichen im Stadtparlament für einen Ausgleich sorgen müssen. »

Diego Faccani
unterlegener FDP-Stadtratskandidat

Verlierer Diego Faccani sieht dies etwas anders. Er spricht von einem Rutsch nach links und sagt: «Ich glaube, dass die Fronten sich verhärten werden.» Nun müsse das Stadtparlament für einen Ausgleich sorgen.

Seine Niederlage kann er sich nicht erklären: «Vielleicht hat der Frauenbonus gespielt.» Der Wahlkampf sei aber fair gewesen und die Stadt Schaffhausen für die FDP stets ein steiniges Pflaster.